AUMÜHLE - 20 Teams mit 40 Fahrern gingen am Sonnabendnachmittag zum Zwei-Stunden-Cross des Moto-Cross-Clubs Wildeshausen auf der vereinseigenen Rennanlage in Aumühle an den Start. „Dieses Rennen ist für die Fahrer immer das Saison-Highlight“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende und Kassenwart Kai Kadereit gegenüber der NWZ .

Der Clou bei diesem Rennen ist der Start. Die ersten Fahrer des jeweiligen zweiköpfigen Teams werden per Startflagge rund 100 Meter von ihren Maschinen entfernt zu Fuß ins Rennen geschickt“, erläuterte Kadereit. Angesichts des schweren Bodens nach den ergiebigen Regenfällen am Morgen und den Vortagen kein leichtes Unterfangen. Zumal die Rennkluft mit Protektoren und Helmschutz das Laufen nicht gerade erleichtert. Und auch die kühlen Temperaturen taten ein Übriges. Doch es war schon recht erstaunlich, wie flink die Fahrer nach dem Massenstart nach Le-Mans-Manier ihre Maschinen erreichten und die Kickstarter bedienten. Bis auf eine Maschine kamen alle vom Startplatz der Kräder weg.

In den zwei Stunden wurden Runden für Runden gedreht. Dabei gab es keine Unterscheidung nach Maschinengröße oder Hubraum. Gewertet wurden nur die Runden und die Fahrzeit in einer Gesamtwertung. Die Fahrer konnten nach Belieben wechseln. Überreicht wird bei jedem Fahrerwechsel eine Art Chip, der eine elektronische Zeit- und Rundenerfassung zulässt und zentral am PC ausgewertet wird.

Nach dem Lauf konnte so auch gleich ermittelt werden, ob der Rundenrekord geknackt werden konnte. Den Rekord von 90 gefahrenen Runden galt es zu überbieten. Doch keines der Teams schaffte diese magische Marke.

Das namhafte Starterfeld führten am Ende Tobias Watzke und Hannes Kelpe mit 81 gefahrenen Runden als bestes Team an. Auf Platz zwei kamen Ingo Turmeyer und Tim Bödeker (81 Runden, aber 40 Sekunden unter der Bestzeit von Watzke/Kelpe), und auf Rang drei standen Lukas Kadereit und Johann Horsch (81/+41 Sekunden). Bemerkenswert dabei: Drei Teams stellten Fahrer im Alter von zwölf bis 14 Jahren, die mit 85 Kubikzentimeter-Maschinen unterwegs waren.

Kai Kadereit zeigte sich nach dem Rennen mit dem Verlauf der beliebten Rennveranstaltung bestens zufrieden. „Jeder Teilnehmer hat zu Erinnerung einen Pokal erhalten“, berichtete er. Bis zum Ende des Jahres stehen beim MCCW nun noch zwei weitere Läufe um die Vereinsmeisterschaft an.