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Bezirksliga Norden ringt Middels nieder - Larrelt punktet last Minute

Aurich - In der Bezirksliga I hat der TuS Esens seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf sechs Punkte ausbauen können, da Verfolger Middels im Norden strauchelte. Neuer Tabellendritter ist Larrelt, die in einem dramatischen Endspurt zwei Tore binnen vier Minuten erzielten und so noch einen Punkt in Bunde holten. Holtland und Wiesmoor fischen sich durch Siege an die oberen Regionen der Tabelle heran.

TuS Esens - TuS Strudden 6:0

 Das Spiel war in der ersten halben Stunde überschaubar. Die Führung fiel in der 32. Spielminute. Sukowski traf nach einem Freistoß aus dem Halbfeld per Kopf. Nur zwei Minuten später erhöhte Freudenberg nach Zuspiel von Niklas Pinkernell auf 2:0. „Ich habe in der Pause noch gewarnt, weil Strudden in der letzten Woche einen Zwei-Tore-Rückstand nach der Pause noch aufgeholt hat“, sagte Esens‘ Trainer Ralf Backhaus nach dem Spiel. Und sein Team hatte ihm gut zugehört: In der 49. Minute traf Frank Thiel nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung von Sukowski zum 3:0. Dieser Treffer bedeutete die Vorentscheidung, von Strudden kam nicht mehr viel. Nach einer Stunde fiel das 4:0, Torschütze war Torben Freudenberg. Sechs Minuten später traf Marius Pinkernell nach einer schönen Kombination zum 5:0, das 6:0 resultierte aus einer Standardsituation. Klaas Taddicks traf per Kopf. „Wir wollten die zwei Niederlagen aus dem letzten Jahr gut machen, das ist uns überragend gelungen. Alle Spieler inklusive der Einwechselspieler haben eine sehr gute Leistung gezeigt“, freute sich Backhaus nach dem Spiel.

FC Norden - TuS Middels 1:0

Ein früher Treffer von Matthias Giesenberg brachte den Platzherren den vierten Saisonsieg. Nach einer Ecke eroberte Norden den zweiten Ball, Fischbach flankte von links erneut in den Strafraum. Giesenberg sorgte per Kopf für die Führung der Platzherren (8.). „Es war ein anstrengendes Spiel“, erklärte Nordens Trainer Thomas Jakobs nach dem Abpfiff. „Wir sind in der Anfangsphase vorne früh drauf gegangen“, erläuterte er die Marschroute seines Teams. Erst nach einer Viertelstunde kam Middels besser die Partie, Norden hielt aber dagegen. Trotzdem hatte Middels einige Chancen, nutzte diese aber nicht. Letztlich fehlte Middels im Abschluss etwas die Präzision. „Wir hätten im ersten Spielabschnitt die Partie drehen können, haben dies aber nicht gemacht“, ärgerte sich Middels‘ Trainer Bruno Mönck über einige vergebene Chancen. Norden hatte auch die ein oder andere gefährliche Szene. Vieles spielte sich aber zwischen beiden Strafräumen ab. „Es war ein Abnutzungskampf“, sagte Jakobs. Er haderte etwas damit, dass seine Mannschaft im zweiten Spielabschnitt die sich ergebenden Konterchancen nicht sauber zu Ende spielte. Der tiefe Boden forderte zudem von beiden Mannschaften Tribut. „Wir haben es letztlich sauber zu Ende gespielt, jetzt freuen wir uns auf das Derby gegen Hage am kommenden Wochenende. „In der zweiten Halbzeit hat Norden gut gestanden“, sagte Middels‘ Trainer, der aber klarstellte, dass er aufgrund der angespannten Personallage mit der Leistung seiner Mannschaft durchaus zufrieden war. „In der zweiten Halbzeit war nicht mehr die Kraft da, gezielt vorne in die Spitze zu spielen. Wir hatten eine positive Serie, jetzt müssen wir gucken, dass wir diese beiden Niederlagen verarbeiten.“ Er zeigte sich zuversichtlich, dass dies seinem Team gelingen wird.

TV Bunde - SV SF Larrelt 3:3

 Unglaublich: Nach dem 3:1 des TV Bunde (TVB) in der 86. Minute haben sicherlich viele im Emder Fanlager gedacht, dass es das war für die Sportfreunde aus Larrelt. Aber die Emder sind immer für die eine oder Überraschung gut und holten sich in der sechsminütigen Nachspielzeit beim 3:3-Endstand noch einen Punkt.

Marten Sandmann, Trainer der Emder, war nach dem Schlusspfiff allerdings auch ehrlich. „Wir hatten nicht so viele Chancen im Spiel und Bunde muss schon in der ersten Halbzeit viel höher führen“, sagte er. Mit 1:0 ging es in die Kabine. Bis dato hatte Bunde vielleicht mehr vom Spiel, Larrelt suchte aber auch immer wieder den Weg vor das gegnerische Tor.

Nach dem Wechsel versuchten die Sportfreunde, den Ausgleich zu erzielen, doch den Treffer markierte Bunde. Es dauerte bis zur 83. Minute, ehe das Emder Tor fiel. Und dann wurde es turbulent. Drei Minuten später und zwei Chancen Hüben wie Drüben traf erneut der TVB (86.). Ist noch etwas drin für Larrelt? „Weil wir wenig Chancen hatten, war ich skeptisch, aber wir geben eben auch nie auf und kämpfen bis zum Schlusspfiff.“ Begünstigt durch einen Sonntagsschuss – „ein Traumtor“ – von André Krzatala aus 20 Metern in den Winkel in der 90. Minute ließ die Hoffnung im Emder Lager leben. Und tatsächlich traf Michael Meyer aus dem Gewühl heraus per Kopf zum 3:3-Endstand.

„Es ist für uns ein glücklicher Punkt, weil Bunde nach dem 2:0 auch näher am 3:0 war, doch am Ende sind wir alle überglücklich über diesen Ausgang“, fasst Sandmann die Emotionen nach dem Spiel zusammen.

SV Hage - Germania Wiesmoor 0:1

 Hage hatte einen guten Start in die Partie, ein Schuss von Weiß von der Strafraumgrenze konnte von Wiesmoors Torhüter Reyk de Buhr gerade noch abgewehrt werden. Daneben hatten die Platzherren auch noch einen Lattentreffer zu verzeichnen. „Wir haben Hage das Spiel überlassen und versucht kompakt zu stehen“, erläuterte Wiesmoors sportlicher Leiter Daniel Leerhoff die Marschrichtung seines Teams. „Die erste Halbzeit war von uns etwas dürftig“, gab Leerhoff zu. Im zweiten Spielabschnitt spielte Wiesmoor dann mit. Hage hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. „Es war ein Grottenkick“, lautete das Fazit von Hages Trainer Mario Look. „Von unserer Seite war es viel zu wenig, es fehlte der Elan und die Geschwindigkeit.“ Die entscheidende Szene der Partie fand in der 70. Minute statt. Hage vertändelte in der Abwehr den Ball, Leon Zimmermann schnappte sich das Leder, wollte den Torhüter umkurven, wurde aber von Schlussmann Kai Barkhoff zu Fall gebracht. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Janek Swyter zur Führung der Gäste. In der Schlussphase packte Hage die Brechstange aus, die Abwehr von Wiesmoor ließ aber nichts mehr zu. Kurz vor dem Abpfiff versäumte es der eingewechselte Nico Pallasdies, mit dem 2:0 alle Wiesmoorer Sorgen zu beenden.

SV Holtland - SV Wallinghausen 4:0

„Das Ergebnis spiegelt eins zu eins den Spielverlauf wider“, sagte Holtlands Cotrainer Henning Baumann nach dem Spiel. „Wir waren von der ersten Minute an deutlich überlegen.“ Er räumte aber ein, dass bei Wallinghausen durch das Fehlen von Bent Bogena und Marvin Dahlke zwei wichtige Spieler fehlten. Die Gastgeber gingen bereits in der elften Minute durch einen von André Buss verwandelten Foulelfmeter in Führung. Vorher war Jelmer van Dijk im Strafraum zu Fall gebracht worden. Weitere Treffer fielen im ersten Durchgang nicht, obwohl sich den Gastgebern mehrere Chancen boten. „Eigentlich muss es zur Pause 3:0 stehen“, erklärte Baumann. Im zweiten Spielabschnitt nutzte Holtland dann auch die sich bietenden Chancen. In der 64. Minute traf Lars Diemel zum 2:0, in der 70. Minute gab es einen erneuten Foulelfmeter für die Platzherren. Wiederum war van Dijk im Strafraum zu Fall gebracht worden. Dieses Mal schnappte sich Hauke Janssen den Ball und versenkte ihn zum 3:0. Den Schlusspunkt setzte Jelmer van Dijk dann in der 87. Minute. „Schlussendlich war es ein absolut verdienter Heimsieg unser Truppe“, lautete das Fazit von Baumann. 

Tura Westrhauderfehn - Ostfrisia Moordorf 4:3

Die Platzherren erwischten einen guten Start in die Partie und gingen bereits in der 15. Minute nach einem Abwehrfehler in Führung. Torschütze war Julian Jauken. Nur drei Minuten später legte Diamant Dreshaj nach einer schönen Kombination das 2:0 nach. „Wir sind gut in die Partie gekommen und haben schnell 2:0 geführt“, sagte Erhan Colak, Trainer von Westrhauderfehn. Er räumt aber ein, dass sein Team deutlicher hätte führen können. „Wir sind eigentlich gut in die Partie gekommen“, sagte auch Moordorfs Trainer Dennis Debelts nach dem Spiel. Moordorf zeigte sich allerdings durch den Rückstand nicht geschockt und kam nach 26. Minuten durch Wilko Janssen zum Anschlusstreffer. Sogar der Ausgleich war für Moordorf möglich, doch Westrhauderfehns Torhüter Nils Marx rettete gegen André Röpkes. So bedeutete das 2:1 auch gleichzeitig den Halbzeitstand. In der 53. Minute entschied Schiedsrichter Niklas Grönitz nach einem Foulspiel im Strafraum auf Elfmeter für Tura, Timo Mansholt verwandelte sicher. Nur fünf Minuten später schnürte Julian Jauken nach einer feinen Einzelleistung seinen Doppelpack und schien damit die Partie vorentschieden zu haben. Allerdings gelang den Gästen nur 120 Sekunden später der Treffer zum 2:4. André Röpkes traf mit einem schönen Freistoß. Die Schlussphase wurde noch einmal spannend: vier Minuten vor dem Abpfiff erzielte Moordorf nach einem Konter über Tobias Janssen und Sascha Salatzkats durch Ole Orlik den Anschlusstreffer. „Wir hatten dann nicht die klaren Chancen auf das 4:4, aber wir haben alles nach vorne geworfen. Am Ende hat uns etwas das Glück gefehlt, dass ein Ball mal durchrutscht“, bedauerte Debelts. „Man muss mit der Moral der Mannschaft sehr zufrieden sein.“ „Mit dem Ausgang bin ich einverstanden, Ziel war es nach der Niederlagenserie drei Punkte zu holen“, sagte Colak. Er räumte ein, dass sein Team es mal wieder unnötig spannend gemacht hat. „Nach hinten raus lassen wir immer wieder nach, das ist zurzeit unser Manko.“ Dies liegt nach seinen Worten an dem großen Umbruch im Kader. „Da haben wir noch viel Arbeit vor uns.“

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