Aurich/Nordenham - Die Handballer der HSG Blexer TB/SV Nordenham haben am Samstag eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Sie verloren das Kellerduell der Landesklasse Nord bei der zweiten Mannschaft des OHV Aurich mit 20:24 (9:10). Mit 0:12 Punkten bleiben sie Tabellenletzter. Die Ostfriesen hingegen sammelten ihre ersten beiden Punkte.

In der ersten Halbzeit sei die Leistung seiner Mannschaft noch erträglich gewesen, meinte HSG-Coach Daniel Pargmann. Allerdings habe sie dem Gegner fünf der zehn Tore geschenkt, „weil wir nicht entschlossen rausgetreten sind“, sagte Pargmann.

Dagegen habe sich seine Mannschaft jedes Tor hart erarbeiten müssen. Die Routiniers der Auricher hätten richtig zugepackt, während seine Spieler es dem Gegner zu leicht gemacht hätten.

Und so bat Pargmann seine Mannschaft in der Pause, im zweiten Durchgang doch einen Gang hochzuschalten. „Aber das hat sie wohl falsch verstanden“, sagte der Coach. Zwar glichen die Blexer zunächst aus (10:10). Aber dann setzte sich Aurich ab.

Die zweite Halbzeit sei spielerisch eine Katastrophe gewesen, meinte Pargmann. Das Spiel seiner Mannschaft sei von Einzelaktionen geprägt gewesen. „Wir haben uns häufig verzettelt und den Ball einfach nur weggeschmissen“, sagte der Coach. Außerdem haderten die Blexer mit den Unparteiischen. Pargmann beklagte eine kuriose Verteilung der Zeitstrafen. „Wir sind für jede Kleinigkeit rausgeflogen. Die Auricher mussten sich ihre Zeitstrafen schon redlich erkämpfen“, sagte er.

In der 51. Minute führten die Auricher schon mit 20:13. Zu allem Überfluss erwies Moritz Voskamp seinem Team Sekunden später einen Bärendienst. Nach seiner dritten Zeitstrafe (51.) und der damit verbundenen Roten Karte beschied er den Unparteiischen in einer unfeinen Ausdrucksweise doch zu schweigen. „Damit wird er uns zwei bis vier Spiele fehlen“, meinte Pargmann, der sein Nachwuchs-Ass aber in Schutz nahm. Schließlich habe er zuvor drei „sehr bittere“ Zeitstrafen kassiert.

In der Schlussphase konnten die Blexer den Rückstand zwar noch mal verkürzen. „Aber der Abstand war einfach zu groß“, sagte Pargmann und sprach von einer frustrierenden Niederlage. „Wir hatten uns viel vorgenommen, standen uns aber wohl selbst im Weg.“

HSG: Timon Hünnekens - Uhse (2), Arens (1), Kevin Hünnekens, Mehrtens (2), Stuhrmann (5), Voskamp (5/2), Palm (1), Pargmann, Patzke (4/2).

Stationen: 0:1 (2.), 3:1 (8.), 8:8 (13.), 8:6 (21.), 9:9 (27.), 10:9 (Hz.), 10:10 (32.), 14:10 (40.), 18:12 (47.), 20:13 (51.), 22:18 (57.), 24:20 (60.).