Bad Zwischenahn - Rund 120 Freunde des Pedersen-Rades werden vom 1. bis 3. Juni zum 19. Norddeutschen Pedersen-Treffen in Bad Zwischenahn erwartet. Die vor genau 125 Jahren patentierte Konstruktion des dänischen Erfinders Mikael Pedersen ist ein Klassiker und erfreut sich anhaltender Beliebtheit bei Fahrradfahrern auf der ganzen Welt. So werden in Bad Zwischenahn nicht nur Freunde dieses ungewöhnlichen Rades aus allen Teilen Deutschlands teilnehmen, sondern auch aus den Niederlanden, aus Belgien und Luxemburg sowie aus Großbritannien.
Zum Programm der drei Tage am Zwischenahner Meer gehören insgesamt drei gemeinsame Ausfahrten. Geht es freitags zum Aufwärmen lediglich einmal rund ums Meer, so führt die Sonnabend-Tour (Start 8.30 Uhr, Zum Rosenteich 26) über rund 50 Kilometer in die Friesische Wehde. Der kleine Ort Rallenbüschen ist das Ziel.
Dort arbeitet der international bekannte Schrott- und Schweißkünstler Diedel Klöver, der in diesem Jahr zu jenen elf Künstlern gehört, die von der europäischen Kulturhauptstadt Leeuwarden (Niederlande) eingeladen wurden, in einem Atelier auf Zeit künstlerisch zu arbeiten. Von Rallenbüschen geht die Sonnabend-Tour der Pedersen-Freunde weiter am Jadebusen entlang und bis zum Vareler Hafen und dort ins einzigartige Kuriositäten-Museum „Spijöök“.
Rund 30 Kilometer lang ist die Sonntagstour. Sie führt zum Hof von Anke und Brun zu Jeddeloh in Jeddeloh I. In dem zur Veranstaltungsstätte umgestalteten ehemaligen Bullenstall läuft seit Mitte Mai die Ausstellung „Mythos Baum“. Nach einer Führung durch den Fotografen (und Pedersen-Freund) Wolfgang Schürmann (Münster) und einem Rundgang durch den imposanten Bauerngarten der Familie zu Jeddeloh geht es zurück nach Bad Zwischenahn, wo das 19. Pedersen-Treffen mit einem gemeinsamen Spargelessen beendet wird.
Das Pedersen-Fahrrad (wegen der Sattelaufhängung auch „Hängematte“ genannt) gilt unter Kennern als die vielleicht bemerkenswerteste Erfindung in der langen Geschichte des Fahrrades. 1893 hatte der ins englische Städtchen Dursley ausgewanderte Landmaschinen-Ingenieur Mikael Pedersen seine Erfindung zum Patent angemeldet, seit dem Jahr 1978 werden sie wieder gebaut und haben heute Liebhaber auf der ganzen Welt.
Rund 120 davon werden beim 19. Norddeutschen Treffen erwartet. Nirgendwo sonst auf der Welt sind an einem Wochenende im Jahr so viele und so viele verschiedene Pedersen-Räder an einem Ort beisammen, wie vom 1. bis 3. Juni in Bad Zwischenahn. Untergebracht sind fast alle Teilnehmer in der Bildungs- und Freizeitstätte der Bremer Arbeitnehmerkammer in Bad Zwischenahn, Zum Rosenteich 26. Dort starten und enden auch alle Touren der drei Tage.
Nähere Informationen beim Organisator Otto Renken unter
