Garrel - Pünktlich zur Eröffnung des Fußball-Pfingstturnieres der F-Junioren- und E-Juniorinnen am Sonnabend in Garrel öffnet der Himmel seine Schleusen. Es schüttet wie aus Eimern, als die Schiedsrichter die ersten Gruppenspiele anpfiffen.

Ewald Thöben, der in seiner Funktion als OM-Cup-Beauftragter des NFV-Kreises Cloppenburg, schon einige Wetterkapriolen erlebt hat, brachte es beim Blick in den wolkenverhangenen Himmel auf den Punkt. „Das ist ein Schietwetter“, sagt er.

Doch die Akteure, deren Eltern, die Trainer der Teams und die vielen, bienenfleißigen Helfer trotzten dem Regen. Es wurde gedribbelt, geackert und angefeuert, als gäbe es kein Morgen mehr. Mag es noch so viel regnen, wenn der Ball erst einmal rollt, ist alles vergessen.

Richtig reinklotzen mussten auch die Helfer des Ausrichters BV Garrel. Erneut zeigten sie sich als eingespieltes Team und ließen sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Im Hauptquartier zwischen den Fußball-Plätzen sorgten neben den Leuten vom BV Garrel auch die Mitarbeiter des NFV-Kreises Cloppenburg für einen reibungslosen Ablauf. Auch dort griff ein Rädchen ins andere.

Mächtig in Schwitzen kamen nicht nur die Mannschaften, sondern auch die Leute, die für das Brötchenschmieren verantwortlich waren. Vor allem das klassische Mettbrötchen entpuppte sich als Verkaufsschlager. 17 Kilogramm Mett sind am Ende des Turniertages als Brotaufstrich über die Ladentheke gegangen. Auch die Abteilung Kaffeekochen hatte viel zu tun, wie die Bedienung in einem Wiener Kaffeehaus. 170 Liter des Heißgetränkes liefen durch den Filter.

Die Mühen haben sich gelohnt, denn die vielen Talente waren hellauf begeistert. „Das ist ein tolles Turnier. Es macht viel Spaß mitzumachen“, fand der siebenjährige Tom Hempen vom SV Bösel III.

Auch ein Scout des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen war vor Ort. Was er vor allem zu sehen bekam, waren Mannschaften die mit großem Eifer bei der Sache waren. Kein Ball wurde verloren gegeben, mochte der Regen auch noch so stark sein oder das Trikot zu lang.

Die Zuschauer zeigten ebenfalls vollen Einsatz. Nach dem ein Ball gegen einen Lautsprecher donnerte, war dieser für kurze Zeit außer Gefecht gesetzt. Dennis Heckmann aus Cloppenburg stöpselte die herausgeflogenen Kabel in Windeseile wieder ein und schon waren die Durchsagen wieder zu hören.