BAMBERG - BAMBERG/SR/DPA - Eisbären-Coach Sarunas Sakalauskas hatte es vor dem Spiel angesprochen: „Ein wichtiger Schlüssel wird sein, ob wir die Partie bis zum Ende offen halten können“. Zur Halbzeit des Auswärtsspiels bei GHP Bamberg sah es noch nicht schlecht aus – am Ende stand allerdings ein 78:46 (31:21)- Kantersieg für den amtierenden Meister zu Buche.

Direkt nach der Pause gab Bamberg Vollgas. Es dauerte keine vier Minuten im dritten Viertel, ehe für die Gäste vor 4700 Zuschauern im Forum alles vorbei war. Mit einem 16:4-Lauf zogen die routinierten Bamberger den Eisbären frühzeitig den Zahn.

Hauptgrund für die bislang höchste Niederlage des Aufsteigers, der überraschend mit John Bynum für Nick Jacobson in der Startformation begonnen hatte, war die mit Abstand schwächste Offensivleistung der laufenden Saison. Nur 25 Prozent aller Würfe sowie einer von zehn Dreier-Versuchen fanden den Weg in den zeitweise scheinbar vernagelten Korb.

„Es ist bitter so zu verlieren“, meinte der sichtlich enttäuschte Trainer Sarunas Sakalauskas. „Wir sind hart auf dem Boden der Realität gelandet und haben gesehen, dass die Euroliga-erfahrenen Bamberger auf einem ganz anderen Niveau spielen als ein Aufsteiger.“

Zur Verfolgungsjagd auf das Spitzenduo hat am 24. Spieltag der durch seine guten Auftritte auf europäischer Bühne gestärkte Pokalsieger Rhein-Energie Köln angesetzt. Drei Tage nach dem Verpassen des „Final Four“-Turniers im Fiba-Euro-Cup in Kiew gewannen die Kölner beim schwächelnden Vizemeister Skyliners Frankfurt mit 67:65 und blieben auf Augenhöhe mit den weiteren Verfolgern aus Oldenburg und Bremerhaven. Für Frankfurt wird dagegen die Luft im Abstiegskampf immer dünner.