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NWZonline.de Sport

Oldenburger erfüllt sich Traum vom Ironman Hawaii

09.10.2019

Barcelona /Oldenburg Wenn an diesem Samstag die Ironman-Weltmeisterschaft aus Kailua-Kona auf Hawaii übertragen wird, sieht ein Oldenburger ganz genau hin. Dann kann Carsten Niederberger schon einmal schauen, was ihn im nächsten Jahr erwartet. Der 39-Jährige hat sich nämlich bereits für die Austragung im kommenden Jahr qualifiziert.

Beim Ironman in Barcelona erkämpfte sich der 39-Jährige – im wahrsten Wortsinn – in einer Gesamtzeit von 9:00:31 Stunden den vierten Platz in seiner Altersklasse und damit den begehrten „Hawaii-Slot“. „Ich bin super glücklich. Im vierten Anlauf hat es endlich geklappt“, erklärt Niederberger. Dabei musste er nach viel Pech bei seinen vorherigen Versuchen auch diesmal einen herben Schlag verkraften. Doch er hatte Glück im Unglück, stand auf, richtete seinen Helm und erfüllte sich seinen Traum.

Nach dreimal Pech nun Glück im Unglück

Was war passiert? Nach einem „wie gewohnt super starken“ Schwimmen über 3,8 Kilometern in 48:47 Minuten – nur drei Altersklassen-Athleten und 15 der 50 Profis waren schneller als der frühere Leistungsschwimmer und Staffel-Weltmeister im Modernen Fünfkampf – kam er nach nur zehn Radkilometern unverschuldet zu Fall. „Ich bin mit einem Zuschauer kollidiert, der auf die Strecke gelaufen ist, und gestürzt“, berichtet Niederberger und ergänzt: „Ich dachte nur: Scheiße, nicht schon wieder!“

Erinnerungen kamen hoch an den Ironman Frankfurt vor zwei Jahren, als ihm nach 30 Kilometern auf einer berüchtigten Kopfsteinpflasterpassage die Kette gerissen war und die Reparatur ihn 20 Minuten und wohl den Hawaii-Slot kostete. Zuvor war er ebenfalls in Frankfurt schon einmal mit guten Ambitionen gestartet, aber nach dem Schwimmen in eine Scherbe getreten, die ihn ausbremste. Und im Vorjahr machten dem starken Schwimmer die Blaualgen in der Hamburger Alster einen Strich durch die Rechnung: das Schwimmen wurde durch einen 6-Kilometer-Lauf ersetzt, die Top-Platzierung war dahin.

180 Kilometer in 4:43 Stunden

Doch diesmal sollte es anders kommen: „Gott sei Dank habe ich außer großflächigen Schürfwunden an Hüfte und Rücken nichts gravierendes davongetragen und konnte das Rennen fortsetzen“, berichtet der Oldenburger, den das Ganze allerdings knapp fünf Minuten Zeit kostete – und ziemliche Schmerzen an der Hüfte einbrachte. Die aber konnte er „mit genügend Wut im Bauch ausblenden. Und das Adrenalin hat mich sogar noch etwas gepusht“, verrät Niederberger, der trotz den Sturzes noch einen 38er Schnitt fuhr und die 180 Kilometer in 4:43 Stunden zurücklegte.

Grundlegend dafür war aber auch eine Umstellung im Training. Seit etwa einem Jahr wird Niederberger von Mario Schmidt-Wendling gecoacht. „Die Zusammenarbeit passt einfach gut. Ich denke, dass mich das umgestellte Training noch einmal ein ganzes Stück nach vorne gebracht hat. Vor allem auf dem Rad bin ich sehr viel stärker geworden“, resümiert der 39-Jährige.

Sensationeller Marathon – und jetzt „Offseason“

Doch nicht nur auf dem Rad lief es gut, auch den abschließenden Lauf absolvierte Niederberger in persönlicher Bestzeit von 3:21 Stunden. „Die Tempovorgabe von meinem Trainer ging voll auf. Die Zeit ist für mich sensationell, vor allem wenn man die Verletzung an der Hüfte bedenkt, die zunehmend weh getan hat“, freut sich der Oldenburger. Durch den starken Lauf über die 42,195 Kilometer überholte er unter anderem noch zwei Konkurrenten aus seiner Altersklasse (M 40-44) und sicherte sich damit Platz vier – und die Qualifikation für das Rennen aller Rennen auf Hawaii im kommenden Jahr.

Jetzt freut sich der „Eisenmann“ aber erstmal auf die „Offseason“, also eine Pause vom Sport. Ganz abschalten wird er aber natürlich nicht. Am Samstag beginnt um 18.30 Uhr deutscher Zeit die – theoretische – Hawaii-Vorbereitung vor dem Fernseher bzw. dem Livestream. „Ich werde das Rennen die ganze Nacht verfolgen und mir anschauen, was da 2020 auf mich zukommt“, sagt Niederberger, der dem Deutschen Sebastian Kienle die Daumen drückt.

Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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