BAREßL/FRIESOYTHE - Der STV kassierte in der aktuellen Spielzeit erst achtzehn Gegentore. Mit Hansa wartet der nächste Prüfstein.

von stephan tönnies

BAREßL/FRIESOYTHE - „Ich kenn’ doch meine Pappenheimer“ ließ Friedrich Schiller den Feldherrn Wallenstein sagen. Die Mitglieder des Regiments von Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim waren Männer, auf die sich Wallenstein verlassen konnte. Die Pappenheimer des Fußball-Bezirksligisten STV Barßel stehen in der Abwehr, und ihre treuen Dienste werden am Sonntag im Derby gegen Hansa Friesoythe am Sonntag (15 Uhr) unbedingt benötigt.

Barßels Coach Uwe Eckel freut sich über die derzeit starken Leistungen und die neu gewonnene Stabilität seiner Defensive. Libero Carsten Stern und die Manndecker Florian Bergmann (als Ersatz für den fehlenden Michael Baumann) und Ahmed Düman sind dafür verantwortlich. Und dahinter wacht Keeper Andreas Fischer, der bisher erst 18 Gegentreffer kassierte. Aber Eckel lobt die Entwicklung er gesamten Mannschaft: „Unsere Abwehrarbeit funktioniert sehr gut. Das gilt aber auch für die Arbeit in Mittelfeld und Angriff. Alle Mannschaftsteile arbeiten gut nach hinten mit.“

Unterdessen haben sich beim STV die Verletzten im Training zurückgemeldet. Vor allem der wiedergenesene Sebastian Koch darf sich Chancen auf einen Platz in der Startformation ausrechnen. „Er ist ein Kandidat für die Anfangself. Sebastian hat sich sehr gut weiterentwickelt. Er wird seinen Platz bei uns im Mittelfeld haben“, sagt Eckel.

Beim Gegner Hansa beäugt er mehr die Offensive als das Mittelfeld. „Mit Remesch und Herbergs verfügt Friesoythe über Top-Angreifer. Wenn du da einen schlechten Tag erwischt, geht das Spiel verloren.“ So oder so: „Uns wird am Sonntag alles abverlangt werden.“

Auch Friesoythes Trainer Bernd Meyer erwartet alles andere als einen angenehmen Sonntagspaziergang in Barßel. „Die Spiele gegen Barßel sind Prestigeduelle, bei denen es zur Sache geht. Meine Spieler werden hochmotiviert sein, denn wir haben ja aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen.“ In der Hinserie verlor Hansa sein Heimspiel gegen den STV Barßel mit 1:3. „An dieses Spiel erinnere ich mich nur ungern zurück. Wir haben damals keinen guten Tag erwischt“, sagt Meyer.

Also blickt er lieber nach vorne. Meyer freut sich, dass mit Michael Macke und Timo Moorkamp zwei weitere Akteure am Sonntag zur Verfügung stehen. Der Ausfall von Jens Faske trübt Meyers gute Laune aber ein bisschen. „Er hat sich im Spiel in Osterfeine eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. Für Sonntag kommt er nicht in Frage.“ Wichtig sei es für seine Mannschaft, dass sie hinten gut stehe. „Vorne geht immer was bei uns.“ Auch er kennt halt seine Pappenheimer.