BARßEL - Der Höhepunkt des Besuches war ein gemeinsames Fußballspiel. Dabei wurde die WM-Niederlage vom letzten Jahr wieder ausgeglichen.
Von Hans Passmann
BARßEL - Zu einem Gegenbesuch waren jetzt fünfzehn italienische Schüler und ihre Lehrerinnen zu Gast in Barßel. Die Achtklässler aus Busto Arsizio (in der Nähe von Mailand) wohnten in den Gastfamilien ihrer gleichaltrigen Barßeler Austauschschüler. Bereits seit acht Jahren bestehen enge Kontakte zwischen der Realschule in Barßel und der Scuola di Amicis in Italien. Diese entstanden durch das europäische Comeniusprogramm, an dem die Europaschule seit nunmehr zehn Jahren teilnimmt. Beide Schülergruppen hatten sich schon vorher durch Briefe etwas näher kennen gelernt.Im März war zunächst für die deutschen Schüler das Abenteuer Italien gestartet. Nach fünfzehnstündiger Busfahrt waren sie herzlich von den Gastfamilien aufgenommen worden. Es folgte eine spannende Woche mit Fahrten nach Mailand, Como und zum Largo Maggiore. Kommentar einer Barßeler Schülerin: „Ich hätte nicht gedacht, dass es in Italien so viele Kirchen gibt!“ Natürlich gehörte auch der Besuch der dortigen Schule zum Programm.
Vier Wochen später kamen die italienischen Schüler nach Barßel. Ein besonderes Erlebnis für die Gäste war eine Wattwanderung an der Nordseeküste. Außerdem lernten sie das Auswanderermuseum in Bremerhaven und die Städte Oldenburg und Bremen kennen.
Einen Höhepunkt bildete das Fußballspiel „Deutschland gegen Italien“, das die Barßeler Jungen und Mädchen überlegen mit neun zu drei gewannen. Die Revanche für das verlorene Halbfinale im letzten Jahr war also geglückt.
Sehr angetan waren die Gäste von den Einrichtungen im Schulzentrum. Hier wurden mit den deutschen Schülern Projekte und Unterrichtsbesuche durchgeführt. Auch ein Treffen mit Josef Wagner, dem stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Barßel, stand auf dem Programm. Nach diesen intensiven gemeinsamen Tagen fiel beiden Gruppen der Abschied schwer und so flossen viele Tränen, nicht nur bei den Jugendlichen, auch bei den Gasteltern.
Herbert Fassio, der Leiter des Projekts, bedankte sich bei den Eltern für die geleistete herzliche Gastfreundschaft. Alexander Korb aus der 8b sprach aus, was viele seiner Mitschüler dachten: „Das war mein bisher schönstes Erlebnis – und in den Ferien fahre ich nach Busto Arsizio.“
