BARßEL - Die Bezirksliga-Fußballer des STV Barßel haben am Sonntag zu Hause das Derby gegen Hansa Friesoythe nach 0:2-Rückstand noch 3:2 gewonnen. Das dreifache K – Kipke, Knopf, Kreklau – hatte das Spiel gedreht. „Die Mannschaft war taktisch super eingestellt. Außerdem hat jeder für jeden gekämpft“, freute sich der STV-Vorsitzende Torsten Punkte. Umso tiefer sitzt die Enttäuschung auf der Gegenseite: „Der Sieg von Barßel war ein wenig glücklich, aber es nützt ja nichts. Wir müssen jetzt von einem Fehlstart sprechen. Das ist schon frustrierend“, sagte Hansas Co-Trainer Maik Stolzenberger, der vor der Punktspielniederlage schon das Pokal-Aus am selben Ort und das Remis gegen Altenoythe hatte wegstecken müssen.
Hansa bestimmt Hälfte eins
Am Sonntag hatte es zunächst so ausgesehen, als ob die Friesoyther endlich in die Erfolgsspur finden würden. „Wir haben das Spiel in der ersten Hälfte beherrscht, Barßel war nur bei Standardsituationen gefährlich“, sagte Stolzenberger.
Alexander Deutsch, der beste Hansa-Spieler, brachte die Gäste in der 22. Minute in Führung. Die Barßeler hatten nicht klären können, nachdem Dennis Reiners in den STV-Strafraum eingedrungen war. Deutsch ließ sich nicht zweimal bitten und knallte den Ball aus sieben Metern unter die Latte des Gastgeber-Gehäuses, von wo er ins Tor prallte.
Sechs Minute später deutete der 18-jährige Hansa-Spieler erneut an, dass noch viel von ihm zu erwarten ist. Er bediente Lando Matantu mustergültig, der Torwart Eike Ter Veer keine Abwehrchance ließ.
Zwar sorgte Michael Kipke in der 35. Minute per Freistoß für den Anschlusstreffer, dennoch sprach zur Pause wenig für die Barßeler. „In der ersten Halbzeit sind wir nicht so recht in Tritt gekommen, und wir haben zweimal relativ dumm ausgesehen“, räumte Punke ein. „Aber wir haben uns in der Kabine gesagt: Da geht noch was. Und dann hat die Mannschaft Moral gezeigt.“
Und es ging schneller was, als vermutet: Bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff zeigte Schiedsrichter Mirko Kleen auf den Elfmeterpunkt im Hansa-Strafraum. „Der Elfmeter war aus meiner Sicht unberechtigt. Da hat sich ein Barßeler nach einem Laufduell fallen gelassen“, meinte Stolzenberger. Punke sah das anders: „Die Entscheidung war richtig. Wenn man festhält, darf man sich nicht wundern, wenns Elfmeter gibt.“
Knopf verwandelt souverän
Viktor Knopf ließ sich nicht zweimal bitten: Er verwandelte zum 2:2. Und nun lief es für Hansa gar nicht mehr: Zunächst sah Dennis Höhne wegen Reingrätschens von hinten die Rote Karte (75.), dann zeigte Martin Kreklau einmal mehr, warum er von zahlreichen Abwehrreihen gefürchtet wird: Er köpfte eine Flanke von Kipke zum 3:2 in den Friesoyther Kasten (77.).
„Eine 2:0-Führung darf man sich einfach nicht aus der Hand nehmen lassen“, ärgerte sich ein geknickter Stolzenberger. Auf der anderen Seite herrschte naturgemäß eine ganz andere Stimmung: „Das war ein sehr schöner Nachmittag“, befand Punke.
Tore: 0:1 Deutsch (22.), 0:2 Matantu (28.), 1:2 Kipke (35.), 2:2 Viktor Knopf (48. Foulelfmeter), 3:2 Kreklau (77.).
Rot: Höhne (75. Foulspiel).
STV Barßel: Ter Veer - Frye, Nils Büscherhoff, Faust, Becker, Epkes (81. Marcel Büscherhoff), Kreklau (88. Höhl), Kipke, Viktor Knopf, von Handorf, Fugel (35. Elsen).
Hansa Friesoythe: Greten - Remesch, Schleining, Büter (65. Looschen), Kunisch, Matantu, Reiners (45. Kashtan), Mut, Deutsch (74. Fennen), Höhne, Diemel.
Schiedsrichter: Mirko Kleen.
