BARßEL - 114 Jahre alt ist die Tjalk „Angela von Barßel“ und in einem bemerkenswert guten Zustand für ihr Alter, wie man beim Blick auf das im Barßeler Hafen liegende Schiff unschwer erkennen kann. Das liegt vor allem an der Pflege, die ihr die Mitglieder des Vereins „Angela von Barßel“ zukommen lassen. Seit kurzem hat das 18 Meter lange Schiff auch neue Segel.
Rund 6000 Euro kostet die Erneuerung der 94 Quadratmeter großen Segelfläche. Mit einem Betrag von 5565 Euro unterstützte jetzt die Stiftung „Kunst und Kultur“ der LzO die Anschaffung der Segel. „Ohne diese große Hilfe hätten wir die Segel kaum bezahlen können“, freute sich der dankbare Vereinsvorsitzende Johannes Berkenheger, als ihm Werner Wohlers, Filialleiter der LzO in Barßel, und LzO-Regionaldirektor Jochen Stuke den symbolischen Scheck im Namen der Stiftung und an Bord der Tjalk überreichten.
Wie Berkenheger berichtete, waren die Segel des im Jahre 1896 in den Niederlanden gebauten Schiffes bei einem Sturm in der Ostsee stark beschädigt worden, so dass nach 25 Jahren nach der ersten Sanierung eine Erneuerung aller Segel zwingend nötig war. Um das als schwimmendes Kulturdenkmal vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege anerkannte Motorsegelschiff zu erhalten, hatte der Verein in den vergangenen Monaten damit insgesamt rund 14 000 Euro in die Restaurierung der Tjalk investiert.
„Was wir außer Spenden noch benötigen könnten, wäre seemännisch erfahrenes Personal für den Betrieb der Angela von Barßel“, sagt Berkenheger (Kontakt: Telefon 04499/1309). Denn das mit einem 120 PS starken Motor ausgerüstete Schiff geht regelmäßig auf große Fahrt. So war die Tjalk bereits auf der Sail in Bremerhaven zu Gast und im Hamburger Hafen.
