Jever/Zetel - Mit noch mehr Zug zum gegnerischen Korb und noch mehr Intensität in der Verteidigung als ohnehin gewohnt, werden an diesem Samstagabend die Basketballer der SG Cleverns-Sandel und der Zetel Tigers zu Werke gehen. Grund: Es ist Derbyzeit in der Landesliga IV, wenn die Grün-Weißen aus dem Jeverland um 18 Uhr die Gelben aus der Friesischen Wehde zum Nachbarschaftsduell in die Sporthalle am Dannhalm bitten. Los geht das Kräftemessen in Jever um 18 Uhr.
„Ein Derby ist immer spannend und auch wenn wir laut der Tabelle der Favorit sind, ist der Ausgang des Spiels völlig offen“, erwartet der Clevernser Spielertrainer Janik Schulze eine Partie auf Augenhöhe. Das mag ein Stück weit auch daran liegen, dass ihm erneut nur maximal sieben Spieler zur Verfügung stehen werden. Trotzdem wolle man das letzte Heimspiel und vorletzte Saisonspiel unbedingt positiv bestreiten und an die guten Leistungen der jüngsten Begegnungen anknüpfen. So hatte das SG-Team etwa in der Vorwoche trotz akuter Personalnot sogar den Tabellenführer TSG Westerstede III (98:103 nach Verlängerung) an den Rand der ersten Saisonniederlage gebracht.
„Für uns geht es darum, dass wir in den letzten drei schweren Saisonspielen nicht noch wieder auf den letzten Platz abrutschen“, betont unterdessen Tigers-Topscorer Jannik Peters. Und nach zwei befreienden Siegen in Folge treten die Zeteler die kurze Anfahrt nach Jever durchaus selbstbewusst an: „Wir haben langsam unsere Stärken erkannt“, freut sich Peters. Gleichwohl sieht Coach Miroslav Bujisic noch Steigerungspotenzial im Spielaufbau, vor allem bei den Fastbreaks nach Ballgewinnen.
Besonders spannend dürfte es am Samstag zu sehen sein, welche der beiden Mannschaften unter den Körben die größten Akzente setzen kann. Bei den Tigers kommt Peters als bester Korbschütze der Liga auf knapp 25 Punkte pro Partie. Bei den Clevernsern befindet sich der 2,06 Meter große Center Christian Kammen (14 Punkte im Schnitt) seit Wochen in herausragender Form.
„Wir wissen, dass die Clevernser auch mit Personalnot sehr stark sind, weil sie – im Gegensatz zu uns – unglaublich erfahrene Spieler in ihrem Team haben“, sieht Peters eine hohe Hürde auf seine Zeteler zukommen: „Ich erwarte wie im Hinspiel ein offensives und offenes Spiel, das wir definitiv gewinnen wollen. Auch wenn es schwer wird.“
