Manila/Emden - Wenn am Mittwochvormittag um 10:45 Uhr das Viertelfinale der Weltmeisterschaft beginnt, drücken auch in Ostfriesland zahlreiche Basketballfans die Daumen. Erstmals seit 2006 hat die deutsche Nationalmannschaft ein WM-Viertelfinale erreicht – und dort wird gegen Lettland auch noch nicht Schluss sein. Davon jedenfalls sind die mit reichlich Expertise ausgestatteten Basketball-Kenner Alexander Meiborg und Kenneth Campas aus Emden überzeugt.
Klare Sache: Ein Sieg
„Das wird ein Sieg. Deutschland darf nur nicht so unkonzentriert auftreten wie in der ersten Halbzeit gegen Georgien“, sagt Campas, der bei BW Borssum die Basketballsparte leitet.
Meiborg, der Fortuna Logabirums Basketball-Abteilung zur größten in der Region ausbaute und auch aufgrund seiner Rollen als Schiedsrichter, Trainer und Funktionär einen Ruf als Basketball-Papst Ostfrieslands erwarb, rechnet den Spielern von Bundestrainer Gordon Herbert ebenfalls gute Chancen aus: „Das Baltikum darf man nicht unterschätzen, aber ich gehe davon aus, dass sie es packen.“
Alexander Meiborg, Geschäftsführer von Fortuna Logabirum und Chef der Basketballsparte. Bild: privat
Aber was dann? „Ich glaube nicht, dass sie das US-Team schlagen können. Die Amerikaner sind individuell zu stark“, schätzt Meiborg. Die USA setzten sich am Dienstag in ihrem Viertelfinale gegen Italien durch und warten im Halbfinale auf den Gewinner der Partie Deutschland – Lettland. Zwar hätten die US-Profis gegen Litauen in der Vorrunde verloren, doch „dadurch sind sie gewarnt“, glaubt Meiborg.
Campas, der kurisoserweise Meiborgs Nachbar ist (beide wohnen im Emder Stadtteil Borssum), sieht das optimistischer. „Wenn die Dreier treffen, kann keine Mannschaft die Deutschen stoppen“, sagt der aus Katalonien stammende Basketball-Experte. Er hält große Stücke auf die Truppe um Topscorer Dennis Schröder und Center Daniel Thies. „Da sehe ich zwei, drei sehr gute Spieler und auch von der Bank kommen gute Jungs“, so Campas. Vor allem Point Guard Maodo Lo imponierte ihm zuletzt.
Eine Restwahrscheinlichkeit für einen Erfolg will denn auch sein Kollege Meiborg nicht ausschließen: „Du kannst mal einen Sahnetag erwischen. Möglich ist alles, aber ich zähle uns noch nicht zur Weltspitze“, sagt er.
Kenneth Campas, Basketball-Trainer von BW Borssum. Bild: privat
Optimistische Experten
Bevor sich die Fans auf ein Duell mit der hochkarätigen US-Mannschaft freuen dürfen, muss die deutsche Auswahl am Mittwoch ohnehin noch Lettland aus dem Weg räumen. Die beiden Experten aus Ostfriesland glauben, es könnte klappen.
