Leer - Das vergangene Wochenende hat in Leer wieder ganz im Zeichen des Basketballs gestanden. Beim 12. Combi-Cup, ausgerichtet von Fortuna Baskets Logabirum, traten insgesamt 196 Teams an. „Mit der Quote waren wir sehr zufrieden“, sagt Spielplangestalter Jan Wangerpohl, der insgesamt 538 Spiele binnen 48 Stunden unterbringen musste. In Insgesamt 19 Sporthallen in Leer und der Gemeinde Hesel wurde gespielt.

Zwischenfälle gab es wenige, die Verletzungen hielten sich in Grenzen. Nicht aber das Lob an die Organisatoren. Die Teilnehmer sprachen vom besten Turnier aller Zeiten. „Wir haben viel am Busfahrplan und am Shuttle-Service gearbeitet – mit Erfolg“, so der zuständige Ressortleiter Thino Gastmann. Teilweise konnten die Shuttlefahrer am Samstag sogar mal in der Sonne sitzen. Durch den Einsatz einer speziellen Turniersoftware anstatt der von Alexander Meiborg selbst gebauten Excel-Tabelle war auch der Service für die Teams ein ganz anderer. Alle Hallenadressen waren mit Wegbeschreibung online, die Mannschaften konnten jeden Korb und jedes Foul live im Internet verfolgen, denn alle 538 Spiele gab es live im Internet. „Das kam extrem gut an, die Übersichtlichkeit des Spielplans war eine ganz andere“, sagt Organisator Meiborg. Auch bei der Lebenshilfe, die knapp 1.000 Essen pro Mahlzeit vorbereitete, lief es flüssig. „Morgens gab es ein wenig Stau, aber das ist normal“, ergänzt Meiborg.

Für internationalen Flair sorgten auch die Schiedsrichter, die aus Deutschland, aber auch aus Polen, den Niederlanden, Dänemark und sogar aus Ägypten anreisten. „Den ägyptischen Schiedsrichter haben wir auf einem Turnier in Schweden getroffen vor zwei Wochen. Ich habe ihn eingeladen und er ist tatsächlich gekommen“, berichtet Meiborg.

Sportlich waren es viele spannende, teils hochklassige Spiele, die die Zuschauer zu sehen bekamen. Die rund 40 niederländischen Teams spielten überall gut mit und stellten insgesamt vier Finalisten. Insbesondere die Jugendfinalspiele waren eng und spannend. Die Smoothhandles Elite, die Spieler aus Amerika stellt, gewann bei der U18 den männlichen und weiblichen Wettbewerb und damit als einziger Verein zwei Altersklassen. Der Gastgeber aus Logabirum selber war nah dran: Die U16 kam ins Finale, scheiterte dort aber an den Bergischen Löwen. Nur die U22 gewann ihr Endspiel mit 40:37 gegen den CVJM Hannover und behielt einen Pokal in der Stadt.

Für viel Spaß sorgte ein Basketballautomat an der BBS-Halle und auch der Grillwagen war stets gut besucht. Das Wetter trug zur großartigen Stimmung bei, die auch die Schirmherren, Landrat Matthias Groote und Bürgermeister Claus-Peter Horst, bei ihrem Besuch aufsaugten. Letztlich waren es knapp 2.000 Spieler, rund 300 Trainer, 100 Schiedsrichter und Hunderte Eltern, die nach Leer kamen und dafür sorgten, dass sämtliche Unterkünfte der Stadt ausgebucht waren. „Viele Teams haben uns schon nach dem Termin im nächsten Jahr gefragt. Ich hatte auch das Gefühl, dass alle sehr zufrieden nach Hause gefahren sind“, freute sich auch Fortunas Vorsitzender Ingo Vaartmann.