Oldenburg - Nach dem großen Umbruch zur Saison 2021/22 verändert sich das Gesicht der EWE Baskets Oldenburg zur kommenden Spielzeit abermals. Vier Zugänge (Kenneth Ogbe, Trey Drechsel, Max DiLeo und DeWayne Russell) hat der Basketball-Bundesligist bereits vorgestellt, bei vier Profis stehen die Zeichen auf Verbleib, dazu dürfte ein Eigengewächs künftig eine größere Rolle spielen. Michal Michalak hat die Baskets bereits verlassen, Rickey Paulding seine Karriere beendet. Bei fünf weiteren Baskets-Spielern ist der Vertrag ausgelaufen, die Zukunft aber noch ungeklärt.
Bennet Hundt
Der 23-Jährige kam in der vergangenen Saison nicht so richtig in Tritt. Ihm fehlten im Spielaufbau meist Ruhe und zündende Ideen, oft hielt er den Ball zu lange und traf nicht immer gute Entscheidungen. Er hat noch Vertrag und ist noch jung. Tendenz: bleibt, muss aber mehr zeigen.
Alen Pjanic
Der Small Forward zeigte in der abgelaufenen Spielzeit zwei Gesichter. Unter Mladen Drijencic fiel der 25-Jährige kaum auf und verlor, wie viele in der Mannschaft, durch den Negativlauf an Selbstbewusstsein. Unter Nachfolger Ingo Freyer blühte Pjanic auf. Seine aufopferungsvolle Spielweise und seine Energie dürften in das System von Neu-Trainer Pedro Calles passen. Pjanic hat noch einen laufenden Kontrakt. Tendenz: bleibt.
Norris Agbakoko
Der Center kam in der vergangenen Spielzeit zu einigen Kurzeinsätzen. Seine Verletzung stoppte seine ansteigende Formkurve. Er hat ebenfalls noch einen gültigen Vertrag und ist mit seinen 22 Jahren ein junger Spieler, der viel Entwicklungspotenzial mitbringt. Tendenz: bleibt.
T.J. Holyfield
Ähnlich wie Pjanic blühte auch Holyfield in der zweiten Saisonhälfte auf. Davor sah es schon so aus, als ob seine Reise in Oldenburg bereits beendet wäre. Doch der Power Forward bekam wieder mehr Einsätze und dadurch auch mehr Selbstbewusstsein. Er gehörte schließlich zu den Leistungsträgern unter Freyer. Sein Vertrag gilt noch für die nächste Saison. Tendenz: bleibt.
Jerry Ndhine
Der 19-Jährige durfte am Ende der Saison ein paar Bundesliga-Minuten sammeln. Die Baskets wollen in Zukunft Talente mehr und besser fördern. Ndhine hat das Potenzial und mit Calles einen Trainer, der junge Spieler entwickeln kann und will. Tendenz: bleibt – und bekommt größere Rolle.
Martin Breunig
Breunig hat für die kommende Saison keinen Kontrakt. War in der abgelaufenen Spielzeit bis zu seiner Verletzung eher unauffällig und hat sich nicht für einen neuen Vertrag empfohlen. Tendenz: geht.
Sebastian Herrera
Er konnte sich in den zwei Jahren in Oldenburg nicht so durchsetzen wie erhofft. Ihm fehlte, auch verletzungsbedingt, die nötige Athletik für die schnelle Spielweise von Freyer – Calles hat bei den Baskets einen ähnlichen Stil angekündigt. Dazu hat Herrera in Ogbe, Drechsel und DiLeo drei Spieler vor die Nase gesetzt bekommen, die als Shooting Guard agieren. Ogbe und Drechsel können zudem als Small Forward spielen. Tendenz: geht.
Phil Pressey
Hat in Russell einen spielstarken Konkurrenten auf seiner Position, der laut den Baskets der neue Spielmacher sein soll. Ob sich Pressey wirklich dahinter einreihen möchte, ist fraglich. Tendenz: geht.
Tai Odiase
Zeigte krachende Dunks und viel Athletik. Holte jedoch vergleichsweise wenig Rebounds und ist im Eins-gegen-Eins offensiv etwas limitiert. In Russell hätte er nun aber einen Point Guard, mit dem er im Pick and Roll (Block stellen und Abrollen) harmonieren und gute Pässe in Korbnähe bekommen würde. Tendenz: könnte bleiben.
Max Heidegger
Seine Leihe aus Israel ist vorbei. Der Topscorer der Baskets der abgelaufenen Saison hat auf der Guard-Position ebenso wie Herrera und Pressey viel Konkurrenz bekommen. Tendenz: geht.
