Oldenburg - Keine Überraschungen und keine Ausreden: Das Play-In-Duell zwischen den EWE Baskets Oldenburg und den Hamburg Towers an diesem Dienstag (18.30 Uhr) in der großen EWE-Arena hat klare Spielregeln. Der Gewinner kommt den Playoffs in der Basketball-Bundesliga einen Schritt näher, der Verlierer verabschiedet sich frühzeitig in die Sommerpause.
Große Unterstützung
Dass die Oldenburger mit einem Heimspiel vor den eigenen Fans gegen die Hanseaten in die Vorqualifikation starten, ist für Trainer Pedro Calles „absolut“ ein Vorteil. „Wir freuen uns darauf. Ich bin mir sicher, dass unsere Fans in diesem speziellen Spiel wieder eine besondere Atmosphäre schaffen werden – so wie sie es schon über die gesamte Saison gezeigt haben“, sagte der Spanier über die Unterstützung der Baskets-Anhänger.
Wie groß der Support ist, belegt alleine eine Zahl. Beim 107:84-Sieg über die Bamberg Baskets beim Hauptrundenabschluss war die große Arena am Sonntag zum 27. Mal in Folge mit 6200 Zuschauern ausverkauft. Dazu brachte der Fanclub „Thunderstorm“ die Anhänger und Spieler mit seiner Choreographie vor Spielbeginn schon einmal in Playoff-Stimmung. Das überdimensionale Baskets-Maskottchen Hubird boxte sich den Weg durch alle Widrigkeiten – die vielen verletzten Profis in dieser Saison – frei. Am Dienstag soll der nächste Punch folgen – ganz sicher wieder vor ausverkauftem Haus.
Es ist das dritte Aufeinandertreffen der Teams in dieser Spielzeit. Zweimal entschieden die Baskets die Bundesligapartien für sich. Am 20. Januar setzte sich das Calles-Team mit 91:80 in Hamburg durch, Ende April folgte dann in Oldenburg ein 107:92. Beide Mannschaften wissen also genau, was sie erwartet. „Wir kennen unseren Gegner. Er ist sehr gefährlich. Die Ausgangslage ist klar: Es ist ein Alles-oder-nichts-Spiel“, hob der 40-jährige Oldenburger Coach die Bedeutung dieser Partie gegen seinen Ex-Club (2020 bis 2022) hervor und warnte: „Dass wir in dieser Saison zwei Siege gegen Hamburg geholt haben, wird uns in der Play-In-Partie gegen sie nicht helfen. Es wäre gefährlich, sich deswegen in Sicherheit zu wiegen.“
Bayern wartet in Playoffs
Dass sich Oldenburg und Hamburg gut kennen, liegt auch daran, dass in Benka Barloschky der ehemalige Co-Trainer von Calles auf der Towers-Bank sitzt. Barloschky, der einst in Oldenburg Basketball spielte, hat sich von seinem Mentor in Sachen Spielstil und Taktik einiges abgeschaut. Geholfen hat es dem 36-Jährigen bisher nicht. Saisonübergreifend verlor er alle vier Duelle gegen Calles und Oldenburg – allerdings waren das keine K.o.-Spiele.
Die Statistik spricht jedenfalls für die Baskets. Mit dem fünften Erfolg in Serie über Hamburg würden die Oldenburger anschließend an diesem Donnerstag (20.30 Uhr) bei den Baskets Bonn oder den Riesen Ludwigsburg antreten, die am Dienstag um 20.30 Uhr aufeinandertreffen. Der Sieger der zweiten Play-In-Runde am Donnerstag qualifiziert sich ebenso für die Playoffs wie der Sieger des Play-In-Duells zwischen Bonn und Ludwigsburg.
Erreichen die Oldenburger die Playoffs, treten sie an diesem Samstag (20.30 Uhr) zum Viertelfinal-Auftakt beim FC Bayern an.
