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Oldenburg gewinnt Heimspiel Baskets feiern dramatischen Sieg gegen Chemnitz

Oldenburg - Als Alen Pjanic beim Stand von 87:87 an die Freiwurflinie ging, stockte den 4600 Zuschauern (so viele sind unter den aktuellen Corona-Regeln erlaubt) in der ausverkauften großen Arena der Atem. Ausgerechnet der Ex-Oldenburger Franzt Massenat hatte den 25-Jährigen zuvor unsportlich gestoppt und ihn so an die Linie geschickt. 14 Sekunden waren noch zu spielen, Oldenburg hatte danach wieder den Ball. Alle Blicke waren auf den Flügelspieler gerichtet. Pjanic behielt die Nerven, verwandelte beide Versuche und leitete so am Sonntag nach einer dramatischen Aufholjagd den zweiten Bundesliga-Sieg in Folge für die EWE Baskets Oldenburg ein.

FREYER FEIERT fANS

„Es war wichtig, dass die Zuschauer wieder da waren. Man hat gemerkt, wenn es eng wurde, was da für eine Stimmung war. Das hat uns wirklich gepusht“, freute sich Oldenburgs Basketball-Trainer Ingo Freyer. Durch den 92:87 (38:47)-Heimerfolg über die Niners Chemnitz holten die Baskets einen weiteren wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt. „Dass wir dann mit fünf Punkten gewonnen haben, ist ein ganz wichtiger Sieg für uns“, sagte der Coach.

Baskets Oldenburg - Chemnitz 92:87

Baskets Oldenburg: Pressey 20/4 Dreier, Heidegger 19/5, Paulding 16/2, Odiase 15, Pjanic 13/1, Holyfield 7, Breunig 2, Farrell, Hundt, Herrera, Ndhine.

Niners Chemnitz: Mike 24/5, Massenat 14/2, Washington 13, Weidemann 12/2, Atkins 11, Lockett 4, Susinskas 4/1, Richter 3, Ziegenhagen 2, Gregori.

Rebounds: Oldenburg 33/Chemnitz 36.Assists: Oldenburg 18/Chemnitz 17.

Weil die Frankfurt Skyliners und die Gießen 46ers parallel unterlagen, verteidigten die Baskets zudem ihren 15. Tabellenplatz und verschafften sich nun etwas Luft im Abstiegskampf. Bester Oldenburger war Phil Pressey mit 20 Punkten.

Oldenburg wechselt

Vor der Partie überraschte Freyer mit einem Wechsel. Der nachverpflichtete Matt Farrell mischte bei den Baskets wieder mit. Der Aufbauspieler stand zuletzt am 18. Januar im Kader der Oldenburger. Dafür pausierte Michal Michalak. „Das hatte einen taktischen Hintergrund“, erklärte Freyer nach dem Spiel: „Ich wollte einen Aufbauspieler mehr im Team haben. Das tat uns mit Blick auf das Foulmanagement auch gut.“ Max Heidegger musste indes nach seinem fünften Foul vorzeitig duschen, auch Pjanic war mit vier Fouls belastet.

Wimberg fehlt

Aufseiten der Chemnitzer fehlte hingegen der ehemalige Oldenburger Jan Niklas Wimberg. Der 26-Jährige musste aufgrund einer Ellenbogen-Verletzung aussetzen und fällt etwa drei Monate aus. Die Saison ist für den Flügelspieler damit beendet. An diesem Montag wird der 14-malige deutsche Nationalspieler in München operiert.

Baskets nachlässig

Gegen das Überraschungsteam aus Chemnitz (die Sachsen sind auf Playoff-Kurs) liefen die Baskets aber erstmal 20 Minuten hinterher. Defensiv waren die Oldenburger phasenweise zu nachlässig. Doch das Freyer-Team zeigte Charakter und ließ sich von diesen Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen – auch als die Mannschaft phasenweise zweistellig zurücklag, zeigten die Spieler Moral.

Baskets Nervenstark

Nach dem Seitenwechsel regnete es zunächst auf beiden Seiten viele Dreier. Oldenburgs Kapitän Rickey Paulding drehte zwei Minuten vor der Viertelpause mit seinem Distanzwurf erstmals die Partie zugunsten der Hausherren (60:59/28.). Doch die Chemnitzer fanden die passende Antwort. Oldenburg ging mit einem Sieben-Punkte-Rückstand ins Schlussviertel (60:67). Es entwickelte sich eine hoch emotionale Schlussphase, in der es hin und her ging. Das Spiel stand auf Messer schneide, ehe Pjanic 14 Sekunden vor Ende die Nerven bewahrte und die zwei Punkte in Oldenburg behielt.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion
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