Oldenburg - Festtagsstimmung bei den EWE Baskets Oldenburg: Der Basketball-Bundesligist gewann am Sonntagnachmittag zum Hauptrundenabschluss das Spitzenspiel gegen Bayern München mit 88:84 (43:50) und geht damit als Tabellenzweiter in die Playoffs.

6000 restlos begeisterte Zuschauer in der ausverkauften großen EWE-Arena feierten ihre Mannschaft, die in der Meisterrunde nun auf RP Ulm trifft. Das erste Viertelfinalspiel findet am Sonnabend um 17.30 Uhr in Oldenburg statt. Der zweite Platz garantiert den Oldenburgern auch in einer möglichen Halbfinalserie den Heimvorteil.

Vizemeister Bayern München hingegen rutschte durch die Niederlage am 34. Spieltag auf Rang vier ab und trifft im Viertelfinale auf Ludwigsburg. Im Halbfinale droht den Münchnern allerdings ein Duell mit Meister Bamberg. Brian Qvale als bester Werfer (21 Punkte) und der überragende Chris Kramer ragten gegen Bayern aus einer starken Oldenburger Mannschaft heraus, die den abermaligen Ausfall von Robin Smeulders und Dennis Kramer mit viel Wille und Leidenschaft kompensieren konnte.

Nach einem guten Baskets-Auftakt (7:4, 3. Minute) übernahmen die Bayern das Kommando auf dem Parkett. Nationalspieler Anton Gavel traf in der siebten Minute zum 21:9 und schloss damit einen 19:2-Lauf der Gäste ab. Die Baskets kamen in dieser Phase überhaupt nicht mit der aggressiven, teils sehr harten, Verteidigung der Münchner zurecht und fanden kaum Lücken im Defensivverbund des Vizemeisters. So mussten zwei aufeinanderfolgende Dreier von Nemanja Aleksandrov herhalten, damit die Oldenburger zurückfanden. Die Hausherren spielten nun plötztlich wie entfesselt auf, Vaughn Duggins krönte die Aufholjagd mit seinen Punkten zum 27:23 zum Ende des ersten Viertels.

Der Beginn des zweiten Abschnitts gehörte dann aber wieder den Bayern, die sich rasch eine Acht-Punkte-Führung eroberten (40:32, 14.). Die Baskets hielten jedoch dagegen und kamen nun endlich einmal auch unter dem Korb zum Erfolg, Brian Qvale gelangen sechs Punkte in Folge und verkürzte so auf 41:43. Zur Pause hatten sich die Münchner, die bis hierhin bärenstarke 60 Prozent ihrer Distanzwürfe verwandelt hatten, allerdings wieder auf 50:43 abgesetzt.

Aus Kabine kamen die Oldenburger dann mit reichlich Dampf und erwischten die Bayern auf dem falschen Fuß. Aleksandrov traf per Dreier zum 50:50 (22.), danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Mit der letzten Aktion dieses Viertels traf Klemen Prepelic dann per Dreier zum 68:66 für Oldenburg und riss die Zuschauer damit von ihren Sitzen.

Der 19-jährige Jan Niklas Wimberg war es dann, der die Arena mit seinem Distanzwurf zum 73:69 endgültig in ein Tollhaus verwandelte (32.). Die Bayern wirkten kurzzeitig geschockt, Duggins erhöhte auf 75:69 (33.). Es entwickelte sich eine hochspannende Schlussphase, in der die Oldenburger bei 1:30 Minuten Restspielzeit und fünf Zählern Vorsprung (82:77) die Chance zur Entscheidung vergaben. Es vergingen bange Momente, am Ende feierten Team und Fans aber den Sieg im Spitzenspiel und Platz zwei nach der Hauptrunde.

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