Euro 2008
Zur Fußball-Europameisterschaft 2008
stellt die NWZ in loser Folge Menschen aus den beteiligten Nationen vor. In dieser Folge geht es um Antonio Bittu aus Italien. Er lebt jetzt in der Stadt Varel.Die NWZ veranstaltet zur EM in der Schweiz und in Österreich ein kleines Gewinnspiel. Wer die Frage auf dem nebenstehenden Coupon beantworten kann, schickt den Coupon an die NWZ in Jever oder in Varel. Zu gewinnen sind zwei Essen für je zwei Personen: Einmal im „Haus der Getreuen“ in Jever, wo Küchenchef Heino Meyer österreichische Küche serviert, und einmal ein Essen für zwei Personen im „Gröningshof“ in Dangast, wo Küchenchef Detlef Wagner die Gewinner mit schweizerischen Spezialitäten bekocht. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der 39-Jährige Vareler ist als Schiedsrichter in Friesland ständig auf Achse. Der engagierte Fußballer pfeift Spiele für den TuS Dangastermoor.
Von August Hobbie
Varel „Fußballer durch und durch“ ist nach eigener Einschätzung Antonio Bittu. Der 39-Jährige hat allerdings seine aktive Laufbahn beendet: „In meinem Alter spielt man nicht mehr. Das tue ich mir nicht an.“ Doch der auf Sardinien aufgewachsene Italiener ist seinem Lieblingssport treu geblieben. Seit einigen Jahren ist er für den TuS Dangastermoor auf den Plätzen Frieslands als Schiedsrichter im Einsatz. Auch beim großen D-Junioren-Turnier des TuS Varel 09 leitete der sympathische Mann Spiele. Er zeichnet sich dabei durch seine abgeklärte Art und durch seine freundlich gemeinten Gesten aus.
Die ganze Familie hat sich offensichtlich dem Fußball verschrieben. Der Sohn ist ebenfalls als Unparteiischer tätig, die Tochter hat aus familiären Gründen ihre Karriere beendet. Doch eines hat die Familie Bittu gemeinsam, sie alle verfolgen das sportliche Geschehen ausgesprochen interessiert.
Der gelernte Koch, der jetzt als Elektroniker sein Geld verdient, war ab 1978 zunächst in Bad Gandersheim wohnhaft. Anfang der 90er Jahre ließ sich Antonio Bittu dann in Varel nieder. Seine Familie in Italien besucht er nur noch selten: „Vor sieben Jahren war ich letztmals auf Sardinien“. Fußballerisch war er früher für den TuS Büppel zuerst als aktiver Fußballer, dann als Trainer, Jugend- und Abteilungsleiter im Einsatz. Danach schloss er sich als Unparteiischer dem TuS Dangastermoor an.
Selbstverständlich steht in diesen Tagen die Europameisterschaft im Mittelpunkt: „Ich werde viele Begegnungen am Fernseher verfolgen.“ Italien und Deutschland sind die Nationen, die es ihm besonders angetan haben. Doch der 39-Jährige will sich auf eine Prognose hinsichtlich der Chancen der beiden Mannschaften nicht festlegen: „Nach der Vorrunde sehen wir weiter. Dann hat sich die Spreu vom Weizen getrennt.“ Doch erst einmal müssten auch diese Nationalteams diese erste Runde überstehen. Das könne bei der starken Konkurrenz schon schwer genug werden.
In der Fußball-Bundesliga gibt es für Antonio Bittu nur einen Verein: „Ich stehe voll und ganz hinter dem FC Bayern München. Das ist einfach die beste Mannschaft in Deutschland. Werder Bremen interessiert mich weniger.“ In der Region zieht es den 39-Jährigen auch noch zum VfB Oldenburg.
