Neerstedt - Es hat nicht gereicht für die Handballer des TV Neerstedt II: Denn im letzten und entscheidenden Punktspiel der Saison unterlag das Team von Trainer Lutz Matthiesen zu Hause dem TV Georgsmarienhütte mit 20:26 (7:12) und steigt damit, nach nur einem Jahr Landesligazugehörigkeit, wieder in die Landesklasse ab. Die Gastgeber konnten in keiner Weise an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, besonders im Angriff ließen die Landkreisler den richtigen Biss vermissen. Beste Chancen wurden ausgelassen, und selbst vier Strafwürfe fanden nicht den Weg ins gegnerische Tor. Auch die Deckung zeigte sich phasenweise überfordert.
Neerstedts Marcel Kasper konnte sich nur in der Anfangsphase zweimal aus dem Rückraum energisch durchsetzen und mit 2:1 die einzige Führung in dieser Begegnung für sein Team erzielen. Schon kurze Zeit später hatten die Hütter das Spiel gedreht, doch blieben die Gastgeber nach einem weiteren Treffer von Kasper bis fünf Minuten vor der Pause beim 7:8 auf Tuchfühlung. In der verbleibenden Zeit wurden weitere Neerstedter Angriffe zu unvorbereitet und überhastet gegen die kompromisslose Gäste-Deckung abgeschlossen. Diese Ballgewinne nutzte Georgsmarienhütte, um sich mit einfachen Treffern bis zur Pause auf fünf Tore abzusetzen.
Mit neuem Mut gingen die Hausherren in die zweite Hälfte, die Deckung zeigte sich bissiger, und auch in der Offensive erhöhte man den Druck ein wenig. Nach dem 11:14 kämpfte sich Neerstedt bis auf 14:16 (42.) heran, ließ dann aber nach. So waren die Gäste aus dem Landkreis Osnabrück wieder am Drücker und nutzten ihre Möglichkeiten bis zum Ende wesentlich besser aus. Mit vier Gegentoren in Folge (14:20) war das Spiel entschieden. Coach Matthiesen zeigte sich nach Spielende sehr enttäuscht: „Nun ist das Licht endgültig ausgegangen. Wir waren in der Deckung nicht wirklich präsent und haben sowohl den Hütter Spielmacher und Haupttorschützen Ron Gerstmann als auch den Kreisläufer Malik Scherz nie richtig in den Griff bekommen. Wir haben auch im Angriff extrem schwach geworfen.“
