Edewecht - Sie sind bis in die Haarspitzen motiviert und wollen vor großer Bühne zeigen, was sie können: Elf junge Handballspieler und Handballspielerinnen der Edewechter Astrid-Lindgren-Schule (ALS) werden an den „Special Olympics“ teilnehmen, die vom 19. bis 23. Mai in Düsseldorf ausgetragen werden. Zu diesen nationalen Sommerspielen für Menschen mit Behinderung werden rund 4800 Athletinnen und Athleten erwartet, die in 18 Sportarten – Fußball, Handball, Leichtathletik, Schwimmen, Tennis und Tischtennis – antreten werden.

„Die Schulleitung ist sehr stolz darauf, dass unsere Schule nach den Special Olympics vor zwei Jahren in München auch in Düsseldorf mit einer Mannschaft vertreten ist,“, sagt ALS-Schulleiter Dr. Arend Lüschen. 2012 war das Team des sonderpädagogischen Förderzentrums in der Leistungsgruppe III sogar mit einer Goldmedaille nach Edewecht zurückgekehrt.

„Einen solchen Erfolg zu wiederholen, ist ausgesprochen schwierig“, sagt Johanna Luhr, die zusammen mit Lara Tscherney die Handball-Arbeitsgemeinschaft an der ALS trainiert. Neben den beiden angehenden Lehrkräften vom Studienseminar Osnabrück gehört auch Ronald Kühn, pädagogischer Mitarbeiter der ALS, zum Trainerstab. Das Dreierteam ist eingespielt, trainierte es doch bereits die „Goldmannschaft von München“.

Vier Jugendliche, so berichtet Johanna Luhr, die selbst Handball spielt und zum Landesliga-Damenteam der Spielgemeinschaft Petersfehn/Friedrichsfehn gehört, seien bereits vor vier Jahren mit in München gewesen. Für Christian, Jannik, Rojhat und Artur seien es deshalb auch die zweiten „Special Olympics“. Das Quartett fiebere ebenso wie die anderen sieben Jungen und Mädchen des ALS-Handballteams dem besonderen Sportereignis entgegen und freue sich auf spannende Spiele und Gänsehaut-Atmosphäre.

„Unsere Devise lautet gemäß des olympischen Gedankens: Dabei sein ist alles“, ergänzt Trainerin Lara Tscherney, die in der Landesliga-Volleyballmannschaft des TuS Bloherfelde sportlich aktiv ist. Dass die von Sponsoren geförderte Klassenfahrt in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens den elf Jugendlichen und auch dem Trainerteam unvergessliche Erlebnisse bescheren wird, davon ist auch Ronald Kühn überzeugt.

Doch bevor es heißt „Düsseldorf – wir kommen“ will man in der Arbeitsgemeinschaft, die zum Nachmittagsunterricht gehört, noch kräftig trainieren, um bei den olympischen Handballspielen möglichst gut abzuschneiden.

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede