Bremen/Oldenburg - Als Sebastian Polter und Gerrit Holtmann in der Saison 2021/22 gemeinsam für den Fußball-Bundesligisten VfL Bochum spielten, fiel ihre Rückkehr in den Nordwesten aus. Die aus Wilhelmshaven (Polter) beziehungsweise Bremerhaven (Holtmann) stammenden Offensivkräfte hatten in jener Spielzeit keinen Auftritt im Weserstadion – der Hausherr Werder Bremen war damals Zweitligist.
Gäste auf letztem Platz
An diesem Samstag (15.30 Uhr) kommt das Gastspiel nahe der alten Heimat aber zustande. Die seit 2022 wieder erstklassigen Bremer empfangen den Aufsteiger Darmstadt 98, wo die beiden aus dem Nordwesten stammenden Angriffsspieler inzwischen unter Vertrag stehen. Polter (32) ist seit einigen Wochen vom Zweitligisten Schalke 04 an die Hessen verliehen. Der Stammverein von Holtmann (28) ist noch immer der VfL Bochum. Dieser hatte ihn in der Hinrunde an den türkischen Erstligisten Antalyaspor verliehen, ihn Ende Januar zurückgeholt, um ihn sofort ein weiteres Mal zu verleihen, dieses Mal nach Darmstadt.
Richtig in Tritt gekommen sind die beiden aber noch nicht. In Holtmanns Statistik stehen zwei Einsätze für Darmstadt, beide Spiele gingen verloren. Polter stand seit seiner Leihe nach Südhessen dreimal auf dem Feld, heraus sprang neben zwei Niederlagen ein Unentschieden. Einen Treffer hat bislang keiner der beiden erzielt.
Diese Werte passen zum Gesamtbild: Darmstadt ist Tabellenletzter und hat bereits zehn Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Im bisherigen Saisonverlauf schaffte das Team von Trainer Torsten Lieberknecht erst zwei Siege – einer davon war aber der 4:2-Erfolg gegen Werder im Hinspiel. Lieberknecht wiederum sitzt in Bremen nicht auf der Bank. Er hatte am vergangenen Wochenende die vierte Gelbe Karte gesehen und ist gesperrt (Spieler werden im Gegensatz zu den Trainern erst nach der fünften Gelben Karte gesperrt). An seiner Stelle betreuen die Co-Trainer Ovid Hajou und Kai Peter Schmitz die Mannschaft.
„Für uns geht es darum, auf den guten Dingen der letzten Wochen aufzubauen“, sagt Bremens Trainer Ole Werner mit Blick auf vier Siege aus den vergangenen fünf Spielen. Eine Herausforderung stellt für ihn die Zusammenstellung seiner Abwehr dar. Denn Niklas Stark, Milos Veljkovic, Amos Pieper und Marco Friedl fehlen allesamt – teilweise schon länger, teilweise erst seit wenigen Tagen.
Groß eine Alternative
Um etwas Abhilfe zu schaffen, soll Cimo Röcker (30) aus der zweiten Mannschaft zu den Profis stoßen. Der hat in dieser Saison schon mehrfach im Bundesliga-Aufgebot gestanden, gespielt hat er aber noch nicht. Auch Routinier Christian Groß (35), der meist nur noch zu Kurzeinsätzen kam, wäre eine Alternative.
