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NWZonline.de Sport

DFB-Elf müht sich zum Erfolg

10.09.2019

Belfast Ein Traumtor als Erlösung: Marcel Halstenberg hat die totale Verunsicherung bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit einem perfekten Linksschuss vertrieben und sein Team ein großes Stück näher in Richtung EM geführt. Drei Tage nach der bitteren 2:4-Heimpleite gegen die Niederlande gewann die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw durch das erste Länderspieltor des Leipzigers (48. Minute) und den Schlusspunkt von Serge Gnabry (90.+2) in Belfast mit 2:0 (0:0) gegen den kampfstarken Gastgeber Nordirland und übernahm die Tabellenführung in der Gruppe C.

Trotz einer ganz schwachen ersten Halbzeit liegt der dreimalige Europameister nun mit zwölf Zählern vor den punktgleichen Nordiren, die Niederländer (9 Punkte) sind in Lauerstellung. Angesichts des Restprogramms mit der Begegnung in Estland und den Heimspielen gegen Weißrussland und Nordirland sollte die deutsche EM-Teilnahme nur noch Formsache sein.

Nach dem enttäuschenden 2:4 in Hamburg gegen den Erzrivalen Niederlande veränderte Löw sein Team auf zwei Positionen. Halstenberg ersetzte den verletzt abgereisten Nico Schulz auf der linken Abwehrseite. Julian Brandt besetzte die nach der Umstellung auf eine Vierer-Abwehrkette freigewordene Stelle in der Offensive. Der gegen die Niederlande indisponierte Jonathan Tah saß dafür ebenso wie das große Talent Kai Havertz zunächst nur auf der Bank.

Löw forderte unmittelbar vor dem Anpfiff einen „Mentalitätswechsel“. Er wolle mehr „Körperspannung und Aggressivität“ sehen, so der Bundestrainer. Doch davon setzte seine verunsichert wirkende Mannschaft in der Anfangsphase vor 18 104 Zuschauern im ausverkauften Windsor Park nichts um. Während die Gastgeber viel Leidenschaft an den Tag legten, wirkte der viermalige Weltmeister gegen das Pressing der Nordiren teils hilflos. Nach einem Ballverlust von Toni Kroos rettete Manuel Neuer in höchster Not gegen den frei vor ihm auftauchenden Conor Washington (7.). Die Gäste spielten ihre wenigen Umschaltsituationen meist schlampig aus, die Offensive um Marco Reus, Timo Werner, Gnabry und Brandt setzte sich kaum einmal in Szene

Der Ex-Weltmeister trat nach dem Wechsel wie verwandelt auf und kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine. Halstenberg traf bei seinem ersten Länderspieltor sehenswert in den Winkel zur Führung.

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