Westerstede - Angefangen hatte alles mit einem Rennradurlaub auf Mallorca. Dort trafen die Westersteder Hilke und Gerhard Sander zwei engagierte Radfahrer, die sich bei Benefizveranstaltungen für Betroffene und Angehörige von Muskelerkrankungen starkmachen. „Die Idee, dass man seine Kraft für andere Menschen gibt, hat uns beeindruckt“, erinnert sich Hilke Sander. Schnell war der Entschluss gereift, eine ähnliche Veranstaltung ins Leben zu rufen.
Zurück in Westerstede stießen mit Silke Kullmann, Susann Hylla, Britta Nitsche sowie Brigitte und Eberhard Anders weitere Gleichgesinnte hinzu. Mittlerweile steht bereits der Termin fest: Am Sonntag, 6. Juli, kommenden Jahres sollen die Teilnehmer beim Gymnasium unter dem Motto „Muskeln für Muskeln“ an den Start gehen.
Ambitionierte Sportler
Wie die Organisatoren erzählen, werden verschieden lange Strecken vorbereitet – 40 Kilometer, 75 Kilometer und 120 Kilometer. Teilnehmen sollen in erster Linie Rennradfahrer, aber auch ambitionierte Sportler mit herkömmlichen Rädern können sich beteiligen. Nicht geeignet ist die Veranstaltung als Familientour. Vorbild sind die von Radvereinen häufig organisierten RTF (Rad-Touren-Fahrten). Auch wenn ein sportliches Tempo ausdrücklich erwünscht ist, geht es dabei nicht um Zeit, sondern nur um die zurückgelegte Strecke. Die Straßen sind auch nicht gesperrt oder gesichert wie bei Radrennen.
Jeder Teilnehmer erhält eine Startnummer, zahlt fünf Euro Startgeld und wird von einem Sponsor finanziert, der bereits im Vorfeld vom siebenköpfigen Organisationsteam gesucht wird. Auf der Strecke erhalten die Teilnehmer Stempel, anhand derer sie die gefahrenen Kilometer nachweisen können. Aus der Summe ergibt sich schließlich das Spendengeld für die Deutsche Gesellschaft für Muskelerkrankungen (DGM). Mit dem Geld sollen unter anderem Hilfsmittel und Spezialanfertigungen finanziert werden, aber auch die Betreuung und Beratung von Betroffenen und Angehörigen.
Eine wichtige Sache, wie der Mediziner Eberhard Anders weiß. Die Benefizveranstaltung sei daher auch eine Gelegenheit, den Blick auf Muskelkrankheiten zu lenken, die in rund 800 verschiedenen Formen auftreten können. „Gerade bei den seltenen Erkrankungen fehlt die Lobby.“
Viele Aufgaben
Schon jetzt, ein Jahr vor der Veranstaltung, sind die Vorbereitungen für die sportliche Benefizradtour angelaufen. Vieles muss die Gruppe bedenken. Von der Routenplanung über die Verpflegungsstände bis hin zur Suche nach Unterstützern und Sponsoren – auch kleine Beiträge sind willkommen – reicht die Bandbreite der Aufgaben.
Dabei sind die Initiatoren hochmotiviert und stoßen überall auf positive Resonanz. Auch die drei Westersteder Botschafter haben bereits ihre Hilfe zugesagt. Nähere Informationen unter
