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Olympia I „Ihr seid alle so verrückt!“

BERGEDORF - Bergedorf im schwarz-rot-goldenen Freudentaumel: Weit mehr als 1000 Menschen hießen am Freitagabend die Olympiasiegerin Sandra Auffarth auf dem Hof ihrer Eltern willkommen. Ein mehr als 100 Fahrzeuge langer Autokorso folgte dem eigens mit olympischen Ringen und Glückwünschen verzierten Cabrio, mit dem die 25-Jährige vom Hamburger Flughafen abgeholt worden war, durch Ganderkesee und durch ihr in den deutschen Farben beflaggtes und dekoriertes Heimatdorf.

Es war ein wahrhaft goldener Empfang, den Nachbarn, Angehörige, Reiterfreunde und andere Weggefährten „ihrer“ Sandra bereiteten: Auf einem goldenen und mit den olympischen Ringen verzierten Stuhl thronend wurde die zweifache Medaillengewinnerin zu den Klängen von „London Calling“ in jene Reithalle getragen, in der sie ihr Gold-Pferd Wolle auf die Olympischen Spiele vorbereitet hatte.

„Ihr habt es das erste Mal geschafft, dass ich echt sprachlos bin“, rief Sandra Auffarth den Massen von Fans zu. „Ihr seid alle so verrückt!“ Sie sei in London längst nicht so nervös gewesen, wie auf der Fahrt von Hamburg nach Bergedorf, bekannte sie gegenüber ihren Fans und den Rednern des Abends – Rainer Thiemann und Werner Tapen (beide RV Ganderkesee), Katja Stöver (Kreisreiterverband Delmenhorst), Michael George (Reiterverband Oldenburg), Claus Bergjohann (Pferdesportverband Weser-Ems), Wilhelm Weerda (Oldenburger Pferdezucht-Verband) und Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas.

Die

NWZ

  war Mitorganisator des Empfangs. Daher hatten

NWZ

 -Sportchef Otto-Ulrich Bals und Stefan Idel, Leiter der

NWZ

 -Landkreisredaktion, eine besondere Überraschung für Sandra Auffarth parat: Sie überreichten der Athletin zur Erinnerung an ihren Triumph in London das Original jener Druckplatte, mit der die Titelseite des 1. August produziert worden war – dem Tag nach ihren Medaillengewinnen. Auf einem eigens angefertigten Sonderdruck eben dieser

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 -Seite gab Auffarth schließlich noch fleißig Autogramme für ihre Fans.

In einem kurzen Interview, das Bals mit ihr führte, ließ Sandra Auffarth die Hoffnung auf eine Wiederholung ihres Triumphzuges aufkeimen: Auf die Frage des Journalisten, ob ihr Gold-Pferd „Wolle“ denn auch 2016 wieder bei den Olympischen Spielen – dann in Rio de Janeiro – antreten könne, antwortete sie: „Klar ist das möglich! Dann ist er erst 14 Jahre.“

Aber unabhängig von einer weiteren Olympia-Teilnahme: Für die Gemeinde Ganderkesee sei Sandra Auffarth schon jetzt eine Botschafterin. „Bergedorf hat eine Heldin mehr“, sagte Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas in ihrer Ansprache. Noch nie seien dort so viele Freudentränen geflossen wie in dieser Woche.

Am Mittwoch, 8. August, empfängt das Gemeindeoberhaupt Auffarth um 17 Uhr im Rathaus. Die Festrede, so kündigte Gerken-Klaas an, halte Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister.

Karoline Schulz
Karoline Schulz Redaktion Ganderkesee
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