BERLIN/FRANKFURT - BERLIN/FRANKFURT/DPA/SID - Nach der Rückkehr in die Erste Klasse des Fußballs konzentriert sich bei Eintracht Frankfurt alles auf den Kampf gegen die Zweitklassigkeit. Nur ein paar Stunden nach der 0:1-Niederlage gegen Bayern München im DFB-Pokalfinale hatte die von Hessens Innenminister Volker Bouffier als „Pokalsieger der Herzen“ bezeichnete Frankfurter Mannschaft nur noch den 1. FC Kaiserslautern im Kopf. Morgen Abend geht es gegen die Pfälzer um den Klassenerhalt.
Das Bankett in einem Berliner Nobelhotel nach dem Pokalfinale wurde dann auch eher zur Einstimmung auf das Spiel gegen Kaiserslautern, als eine Feier der eigenen starken Leistung. „Das Renommee des Vereins entscheidet sich einzig und allein am Klassenverbleib. Wenn wir absteigen, wird der Pokal für uns zum Pyrrhus-Sieg“, hakte Vorstandschef Heribert Bruchhagen das Spiel ganz schnell ab. So mussten dann auch die Frankfurter Spieler die Endspiel-Feier, zu der auch DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der frühere DFB-Teamchef Rudi Völler und Ex-Bayer-Manager Rainer Calmund gekommen waren, um drei Uhr verlassen. Auf der Feier wurde dagegen noch der Zweikampf Willi Sagnols mit Eintracht-Profi Benjamin Köhler, der einen Rempler verspührt hatte, diskutiert. Außerdem gab es viel Lob für die Leistung der Eintracht. „In der ersten Hälfte war Frankfurt besser als Bayern“, sagte Mayer-Vorfelder. Bruchhagen nannte die Spieler „Helden des Abends“.
„Helden“, das wissen die durch die Finalteilnahme für den Uefa-Pokal qualifizierten Frankfurter aber, können sie erst morgen werden. „Wenn wir gewinnen, mache ich die Nacht durch und komme Donnerstag mit einem Eintracht-Schal zum Training“, sagte Mittelfeldspieler Markus Weissenberger.
