BERLIN - Das Bundesinnenministerium will seine Olympiaziele mit den Sportverbänden weiter nicht veröffentlichen. Die Behörde hat gegen einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin Beschwerde eingelegt. Verweigert das Ministerium bis Freitag (15 Uhr) die Herausgabe der Informationen, drohen 10 000 Euro Zwangsgeld.
Die Kammer hatte entschieden, dass das Ministerium Journalisten über seine Zielvereinbarungen mit den Sportverbänden zu Olympiamedaillen informieren muss. Trotzdem hat Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die Medaillenvorgaben bisher nicht veröffentlicht. Das auch für Sport zuständige Innenministerium vereinbart mit Sportverbänden, welche und wie viele Medaillen der jeweilige Verband erzielen und welchen Platz Deutschland in der Nationenwertung erreichen soll. Die Vereinbarungen spielen eine Rolle bei der staatlichen Sportförderung.
