BERNE - Es ist dieses Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, das die Freunde des Motorradfahrens gleichermaßen fasziniert. Bei den zahlreichen verschiedenen Modellen auf diesem Sektor nimmt die Moto Guzzi aus Italien einen besonderen Stellenwert ein.

Das weiß auch Michael Lütjen aus Weyhe-Leeste. Er ist gemeinsam mit annähernd 40 weiteren Moto Guzzi-Enthusiasten zu dem dreitägigen Treffen auf den Campingplatz Juliusplate gekommen, um hier mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln und sich auszutauschen. Die Moto Guzzi 850 GT mit Beiwagen des 45-Jährigen zieht die Blicke auf sich. Nicht weil sie lackglänzend und chromblitzend in der Sonne steht, sondern weil sie mit ihrem Baujahr 1974 schon zu den etwas betagteren Modellen gehört. Das tut ihrer Leistung keinen Abbruch.

Insgesamt hat das Motorrad, das früher in Italien zum Carabinieri-Fahrzeugpark gehörte, bereits 230 000 Kilometer mit ein und demselben Motor hinter sich, davon hat Lütjen selbst 150 000 Kilometer gefahren.

Und immer war und ist seine Moto Guzzi ihm ein zuverlässiger Begleiter. Und wenn es dann doch einmal etwas zu schrauben gibt, dann weiß Lütjen sich zu helfen, obwohl, wie er sagt, dass Händlernetz dünn gesät ist. Dann lohnen sich solche Treffen, wo man auf die Erfahrung der anderen Moto Guzzi Fans zurückgreifen kann.

Für den Campingplatzbetreiber Olaf Brammer und Ehefrau Christel ist es bereits das 28. Treffen. Da gibt es natürlich inzwischen auch die beliebten, jährlich wiederkehrenden, Rituale wie die gemeinsamen Ausflugsfahrten und die abendliche Lagerfeuerromantik. Rundum wohl fühlen sich die Freunde des Motorrades made in Italy auf dem Campingplatz Juliusplate, denn die Brammers verstehen es, ihre Gäste zu versorgen.