Spohle - „Da haben wir ja richtig Glück“, freute sich Andreas Stindt, Moderator der 26. Auflage des Spiels ohne Grenzen, das anlässlich des Spohler Dorffestes stattfand. „Die Regenschauer der letzten Tage haben wir hinter uns gelassen und der Spohler Sportplatz präsentiert sich in bester Verfassung.“

Damit waren für die Mannschaften, die sich zur traditionellen Veranstaltung anlässlich des Dorffestes gemeldet hatten, die besten Voraussetzungen für spannende und zum Teil urkomische Spiele geschaffen. Angetreten waren 15 Teams, darunter viele, die schon seit vielen Jahren dabei. So zum Beispiel die Truppe „Peter`s Gladiatoren“ aus Petersfeld. Ob der Name auf den Ortsnamen Petersfeld oder auf den Anschieber der damaligen Petersfelder Jugend Peter Schuster zurückzuführen sei, wussten die jungen Akteure der Mannschaft nicht mehr.

Wie bei etlichen anderen Mannschaften sind die Namen der Teams fast immer gleich geblieben, nur die Spielerinnen und Spieler haben sich aus Altersgründen geändert. Alle jedoch sind stets mit riesigem Einsatz dabei, wenn es darum geht, sich bei den von den Freiwilligen Feuerwehr Spohle und des Boßelvereins „He löppt noch“ veranstalteten Wettbewerb zu beweisen.

In diesem Jahr waren die zahlreichen Zuschauer besonders gespannt auf das 100. Spiel seit der ersten Auflage im Jahr 1989. Kein Spiel hat sich bislang wiederholt. Darrauf ist man bei den beiden Veranstaltern besonders stolz. Doch bevor es an das Jubiläumsspiel im Wasserbecken ging, waren noch die Spiele Nummer 97 bis 99 zu absolvieren.

Bereits beim Zollstockwürfeltransport war die ganze Geschicklichkeit der Teilnehmer gefordert. Ein Würfel musste anhand eines kleinen Gefäßes, dass am Ende eines Zollstockes befestigt war, weiter gereicht werden. Am Ende hieß es „Luftballon aufblasen, bis dieser platzt“.

Bei der Palettenrallye musste ein mit Wasser gefüllter Eimer von der Mannschaft mittels einer Palette über Rohre ans Ziel gerollt werden. außerdem hatte man mit Wasser gefüllte Schwämme über ein Hindernis zu werfen und durch einen Parcours ins Ziel zu bringen.

Dann aber ging es endlich an das Spiel Nr. 100. Das Spiel im „Spohler Wasserbecken“ hatte es diesmal in sich. Die Spieler mussten mittels undurchsichtiger Brillen Wasserbomben „blind“ durch das Becken zu den Mitspielern transportieren. Das Publikum tobte, einige Zuschauer wurde sogar etwas nass.

Am Ende konnte Andreas Stindt, der die Moderation für den im Urlaub befindlichen Wiefelsteder Bürgermeister Jörg Pieper übernommen hatte, im Festzelt die Sieger und Platzierten verkünden. Bei den Männer-Teams setzten sich souverän die „Feuerboßler“ aus Spohle vor der Freiwilligen Feuerwehr Wiefelstede und „Peter´s Gladiatoren“ durch.

Die bereits aus den Vorjahren sieggewohnten „Tussis“ aus Spohle waren diesmal nicht zu schlagen und wiesen „PeLiBu“ und den BV Grünenkamp auf die Plätze. Die Feuerwehr Mollberg sicherte sich bei den gemischten Mannschaften knapp Platz 1 vor den „Spriteulen“ aus Jade und dem Team „JaNuCo“.