Dötlingen - So ein wenig durfte sich die „Vorstandsmannschaft“, wie die Riege vom Vorsitzenden Peter Ache gerne genannt wird, selbst auf die Schultern klopfen: Nachdem auf dem Kreissporttag im Landhotel Dötlingen am Mittwochabend der erfreuliche Finanzhaushalt vorgestellt worden war, sprachen sich die Delegierten nicht nur für eine einstimmige Entlastung aus. Im Anschluss gab es für den kompletten Vorstand des Kreissportbundes Landkreis Oldenburg (KSB) die Bestätigung, auch in den kommenden zwei Jahren in den jeweiligen Positionen tätig zu sein.
Der Wardenburger Peter Ache, der 2004 das Amt des heutigen Ehrenvorsitzenden Gerold Otte übernommen hatte, geht damit schon in seine siebte Periode als KSB-Chef. Wiedergewählt als stellvertretende Vorsitzende wurden Jörg Skatulla (Finanzen), Dieter Holsten (Ausbildung), Jürgen Steffens (Fachverbandsangelegenheiten und Leistungssport) sowie Horst Bokelmann (Sportentwicklung). Bokelmann übernahm gleichzeitig den Bereich Sportstättenförderung, mit dem bislang Wilfried Schnitker beauftragt war. Mit einem Blumenstrauß und einem Präsent bedankte sich Ache bei seinem langjährigen Mitstreiter, denn Schnitker hatte sich zwischen 2006 und 2010 auch als stellvertretender Vorsitzender im KSB-Vorstand eingebracht.
Auszeichnung für VfL
Eine weitere Ehrung wurde dem VfL Wildeshausen zuteil, der im Juli sein 125-jähriges Bestehen gefeiert hat. In diesem Zusammenhang überreichte der KSB-Vorsitzende die Albert-Lepa-Plakette an den Geschäftsführer des VfL Wittekind, Hubert Schlüter.
Seinen Jahresbericht leitete Ache mit der frohen Kunde ein, dass 114 stimmberechtigte Delegierte aus den Vereinen (von 248 möglichen) beim Kreissporttag anwesend wären. „Das ist ein Spitzenwert“, freute sich der KSB-Chef. Aktuell zähle der Kreissportbund 157 Vereine mit 46317 Mitgliedern, die in 29 unterschiedlichen Sportarten von Turnen über Fußball bis zum Ju Jutsu und Radsport aktiv sind. „Wir sind sowohl im Leistungs- als auch Breitensport gut aufgestellt“, betonte Ache. Dabei würden gerade die Sportstätten eine wichtige Rolle spielen. So seien in diesem Jahr acht Anträge beim KSB eingegangen mit einem Investitionsvolumen von einer Million Euro. „Wir haben gute Sportanlagen, die wir aber pflegen und weiter ausbauen müssen“, erklärte Ache.
Engagementförderung
Nicht genügend loben könne man das Ehrenamt, welches in vielen Vereinen die Basis sei. „Wir haben allerdings einen Trend, der spürbar ist: Uns fehlen immer mehr die Ehrenamtlichen“, so der KSB-Vorsitzende. Zum Thema „Engagementförderung in den Vereinen“ hielt Felix Lingenau einen passenden Kurzvortrag, der in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund (LSB) entstanden war. Tenor: Bei zunehmender Komplexität der Aufgaben und dem Konkurrenzkampf mit anderen Organisationen werde es immer schwieriger Leute zu finden, die Aufgaben im Sportverein übernehmen. Seit dem Jahr 2005 sei niedersachsenweit die Zahl der Ehrenamtlichen von 320 000 auf 176 000 (Ende 2014) gesunken. Aufgaben der Vereine seien es nun, ihre Strategien anzupassen und gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Hierbei stehe der Landessportbund mit individuellen Beratungen und Workshops helfend zur Seite.
Außerdem hat der Kreissportbund kürzlich das Projekt „Flüchtlinge in den Sportvereinen“ gestartet. Als Bindeglied zwischen den Flüchtlingen und Vereinen fungiert Nora Zwacke, studierte Sportwissenschaftlerin. Die Maßnahme wird vom Landkreis und dem LSB unterstützt. Mit Stefanie Blome hat der KSB noch eine Mitarbeiterin eingestellt. Ihre Aufgabe ist es, die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit von Schulen, Kindertagesstätten und Sportvereinen zu verbessern.
Bei der Jahresrechnung 2015 ermittelte Jörg Skatulla einen Überschuss von 23 479 Euro, der mit der Beitragserhöhung aus dem vergangenen Jahr zu erklären war. Damit konnte das Defizit des Vorjahres von 19 528 Euro ausgeglichen werden. „Wir haben unser Ziel erreicht“, hielt Skatulla fest. Den Haushaltsvoranschlag für 2017 bezifferte er auf 438 500 Euro. Neuer Kassenprüfer neben Bernd Peters wurde Detlef Mentel.
