Cloppenburg/Garrel - Sie sehnen seit einer gefühlten Ewigkeit den ersten Saisonsieg herbei und wollen die Wartezeit nun beenden – im Spiel gegen den Verein, der grob geschätzt seit ewig und drei Tagen in der Liga spielt: Die Handballerinnen des TV Cloppenburg gehen an diesem Sonnabend (17 Uhr) mit großen Erwartungen in das Heimspiel gegen Oberliga-Urgestein ATSV Habenhausen. Dem TVC ist zwar in den ersten acht Saisonspielen kein Sieg gelungen, während der Bremer Stadtteilclub in sieben Spielen fünf Erfolge einfuhr, aber Trainerin Slawka Jezierska glaubt an das Gesetz der Liga: „In der Oberliga kann jeder jeden schlagen.“

So sehr Jezierska auf die Außenseiterchance hofft, so schwer ist es, für das Spiel BV Garrel - TSV Morsum einen Außenseiter zu benennen. Vor dem Duell an diesem Sonnabend (17.30 Uhr) haben beide Teams acht Minuspunkte.

TV Cloppenburg - ATSV Habenhausen. „Wer hätte damit gerechnet, dass Neuenhaus/Uelsen mit zehn Toren Vorsprung in Oldenburg gewinnt“, macht Jezierska ihrer Mannschaft vor dem Duell mit den Hansestädterinnen Mut. Zwar hat der Erfolg des Schlusslichts noch einmal gezeigt, dass die Oberliga recht ausgeglichen ist, allerdings sind die Cloppenburgerinnen nun als einziges Team sieglos.

Dies könne ihre Mannschaft ändern, wenn sie an die Leistung anknüpfe, die sie vor einer Woche in Dinklage (18:18) gezeigt habe und ihre Chancenverwertung noch etwas verbessere. „In Dinklage waren Abwehr und Torhüterin ungemein stark. Wenn wir nun auch noch ein paar einfache Tore machen, ist der erste Sieg möglich“, sagt Jezierska, die wahrscheinlich auf Andrea Vaske (Rückenbeschwerden), Swetlana Dill und Inka Bosmann (beide krankgeschrieben) verzichten muss. Mirela Kaczynska hat zwar immer noch Knieprobleme, wird aber wohl spielen können.

Sie muss sich laut Jezierska auf ein Team einstellen, das „auf allen Positionen torgefährlich ist“ und eine starke 3-2-1-Abwehr spielt. „Das können nicht viele Mannschaften der Liga.“

BV Garrel - TSV Morsum. Nach zwei Auswärtsniederlagen ist BVG-Coach Jan-Bernd Schwepe froh, mal wieder zu Hause spielen zu können. Schließlich hat sein Team alle vier bisherigen Duelle in eigener Halle gewonnen. Allerdings weiß er, dass es alles andere als leicht wird, Heimsieg Nummer fünf einzufahren. „Morsum hat dreimal in Folge gewonnen. Wir sind gewarnt“, sagt der BVG-Coach.

Er hofft, die in Wilhelmshaven wegen einer Knieverletzung früh ausgeschiedene Alisha Aumann wieder einsetzen zu können. Sie wäre schon deshalb enorm wichtig, weil Schwepe Probleme in der Rückwärtsbewegung des TSV ausgemacht hat. Die könnte Aumann nutzen. Es werde sich aber erst kurz vor Spielbeginn entscheiden, ob die Außenspielerin, die in dieser Woche nicht trainiert hat, zum Einsatz kommt. Die erkrankte Kerstin Möller konnte zwar auch nicht trainieren, ist aber fürs Spiel eingeplant.

Morsum ist laut Schwepe im rechten Rückraum und am Kreis stark besetzt. Sein Team werde nur bestehen, wenn es wieder Durchsetzungsvermögen zeige. Anschließend dürfe es dann zeigen, dass es auch feiern kann. Schließlich steht in Garrel der Sportlerball an.

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)