Bethen/Ermke - Trotz Karnevals-Einlage haben die C-Junioren-Fußballerinnen Blau Weiß Ermkes nicht die Pappnase auf – ganz im Gegenteil: Sie haben neue Sporttaschen unterm Arm. Und die Mülltüten-Bewerbung der E- und D-Juniorinnen des SV Bethen ist auch nichts für die Tonne. Vielmehr können sie nun ihre alten Sporttaschen wegschmeißen, haben sie doch 15 neue. Mit kreativen Bewerbungen haben sich die Mädchen eine Auszeichnung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg verdient. Die haben am Montag in Wardenburg (Kreis Oldenburg) ihren Förderpreis für hervorragende Nachwuchsarbeit im Mädchenfußball vergeben.

Die deutsche Ex-Nationalspielerin und Weltmeisterin Renate Lingor und Jürgen Müllender, Vorstandsmitglied des Gastgebers, belohnten Vereine für ihr Engagement in der Nachwuchsarbeit. Der mit 3000 Euro dotierte erste Preis ging an den TSV Abbehausen. Als bester Trainer wurde Jann Beninga vom VfL Edewecht ausgezeichnet (siehe auch Kasten auf dieser Seite).

Die Jury, in der auch NWZ -Sportchef Otto-Ulrich Bals saß, vergab aber auch Preise für besonders kreative Bewerbungen. Und da sich die C-Juniorinnen BW Ermkes mächtig ins Zeug gelegt und ein Video mit Karnevals-Einlage und Vorstellung der Mannschaft eingereicht hatten, durften sie sich über Platz sieben freuen.

Die Bether E- und D-Juniorinnen hatten sich in einem Video Mülltüten als Trikots übergestreift und so klar gemacht, dass sie neue Trikots brauchen. Auch das kam gut an. Platz zehn von 41 Einsendungen spricht dafür.

„Hier in der Region passiert etwas. Ich habe ganz tolle Ideen und Initiativen gesehen. Das gibt es nicht überall in Deutschland“, freute sich dann auch Renate Lingor. Belohnt wurde die Weltmeisterin für ihr Engagement als Schirmherrin und Co-Moderatorin übrigens auch noch: wie es sich im Fußball gehört mit einer La-Ola-Welle der mehr als 200 anwesenden Mädchen.