Löningen - 2011 war schon alles rund gelaufen. Und am Sonnabend lief alles noch einen Tick runder. Der VfL Löningen hat sich erneut als perfekter Ausrichter der Deutschen Crosslauf-Meisterschaften präsentiert.
Omnipräsent auf dem Gelände an der Ringstraße und immer mit einem breiten Lächeln auf den Lippen durfte Chef-Organisator Armin Beyer „seine Deutschen“ genießen. Das stärkste Teilnehmerfeld seit Jahren, die meisten Zuschauer seit Jahren, bestes Wetter und Topleistungen auf der Strecke machten das Lauf-Ereignis zu einem Mega-Erfolg. „Alles hat wunderbar funktioniert. Mein Dank geht an alle, die mitgeholfen haben“, strahlte Beyer.
„Wenn Armin etwas in die Hand nimmt, braucht sich keiner Gedanken zu machen. Dann läuft die Sache einfach rund“, sagte Cloppenburgs Leichtathletik-Kreisvorsitzender Hartwig Thobe, der am Sonnabend selbst bei allen Läufen als Startmarshall fungierte. „In Löningen hat einmal mehr alles gepasst. Es war eine Meisterschaft der kurzen Wege. Die Infrastruktur ist optimal. Alle Athleten waren bestens zufrieden“, freute sich derweil NLV-Präsidentin Rita Girschikofsky aus Hannover.
Rund 120 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatte Beyer mobilisiert, um die Großveranstaltung zu wuppen. Ein Paradebeispiel war Hildegard Alde. Selbst im Seniorinnen-Lauf auf der Strecke – in der W-60-Wertung wurde sie gute Sechste – tauchte das VfL-Urgestein schon wenige Minuten nach dem Zieleinlauf hinter der Kuchentheke auf.
Das zweifache Ausrichten der „Deutschen“ muss für die Löninger unterdessen noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein. Denn nach NWZ -Informationen ist keinesfalls ausgeschlossen, dass an selber Stelle demnächst sogar die Crosslauf-Europameisterschaften über die Bühne gehen.
„Es hat in der Tat bereits eine offizielle Anfrage gegeben. Aber die Bedingungen, die zu erfüllen sind, sind schon gewaltig. Da muss man mindestens zweimal überlegen. Akut sind die Europameisterschaften derzeit nicht“, erklärte Löningens Vereins-Boss Stefan Beumker mit einem verschmitzten Lächeln. Wer den umtriebigen Vorsitzenden des größten Sportvereins im Kreis Cloppenburg kennt, weiß, dass das Thema Europameisterschaft keinesfalls abgehakt sein dürfte. Zumal mit Armin Beyer ein prädestinierter „chef de mission“ zur Verfügung stehen würde.
