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NWZonline.de Sport

Biedermann liegt auf dem Trockenen

11.08.2016

Rio De Janeiro Paul Biedermann gratulierte noch im Wasser seinem früheren Rivalen Michael Phelps zum 21. Olympia-Gold, er tröstete seine weinenden Staffelkollegen, und dann trat der „unvollendete“ Weltrekordler mit einem Lächeln von der Schwimmbühne ab. „Ich bin so weit mit mir im Reinen“, sagte der 30-Jährige: „Die Olympiamedaille bleibt ein Traum, aber dann ist es halt so.“

Auch in seinem allerletzten Rennen im Finale mit der 4x200-Meter-Freistilstaffel war Biedermann seinem großen Ziel vergeblich hinterhergeschwommen. Dass der Hallenser zum Abschluss seiner Karriere in Rio noch mal gegen Rekord-Olympiasieger Phelps antreten durfte, den er bei der WM 2009 düpiert hatte, war zumindest ein kleiner Trost.

„Ach ja, das fand ich schon ganz nett. Da habe ich mich gefreut, das passt doch irgendwie“, sagte Biedermann über das Duell der Schlussschwimmer mit Phelps, das eigentlich keines war. Fast sieben Sekunden nach dem siegreichen US-Amerikaner schlug Biedermann auf Platz sechs an. Sechster war er schon 25 Stunden zuvor im Einzelrennen geworden.

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Ohne den Olympia-Podestplatz bleibt die Karriere des Doppel-Weltmeisters von 2009 nach 18 Jahren unvollendet. Biedermann hatte zunächst aber wenig Zeit für Wehmut, denn er musste seine weinenden Staffelkollegen trösten. „Wir haben Paul in seinem Abschiedsrennen nichts mehr schenken können. Das schmerzt, weil er der größte Schwimmer ist, den es jemals in Deutschland gegeben hat“, schluchzte der völlig mitgenommene Münchner Florian Vogel.

Die emotionalen Reaktionen zeigen, dass Biedermann dem deutschen Team nicht nur als Medaillenanwärter fehlen wird. „Paul ist eine Galionsfigur für uns“, sagte Bundestrainer Henning Lambertz: „Er war einer, an dem sich die Leute orientiert haben.“

Spätestens nach seinem WM-Triumph von Rom im High-Tech-Anzug war Phelps-Bezwinger Biedermann national wie international ein großer Name. Seitdem ist das Verhältnis der beiden unterkühlt. „Ich werde vielleicht das Gespräch mit Phelps suchen, mich vielleicht bei ihm bedanken“, sagte Biedermann und fügte schmunzelnd an: „Er hat mir seit 2009 ja eine ganze Menge Türen geöffnet.“

Die Tür zum Leistungssport hat Biedermann nun geschlossen. Zwar müsse er zum Abtrainieren auch in den nächsten zwei Jahren noch fünf, sechs Kilometer pro Tag schwimmen, erklärte Biedermann, „aber ich will jetzt meine Freiheiten genießen“. In seiner Heimatstadt Halle, wo Biedermann laut Ex-Freundin Britta Steffen „ein kleiner König“ ist, hat er bereits ein Jobangebot im Sportbereich.

Ebenfalls schneller als Phelps schwamm am Mittwoch in Rio Philip Heintz über 200 Meter Lagen – allerdings im Vorlauf. Dabei verbesserte der Heidelberger den deutschen Rekord auf 1:57:59 Minuten.

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