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Handball Bissiger ETB verlangt Bissendorf alles ab

Thorsten Sanders

Elsfleth - Die Überraschung lag in der Luft, blieb aber aus. Am Sonnabend haben die Oberliga-Handballer des Elsflether TB ihr Heimspiel gegen den Meisterschaftsaspiranten TV Bissendorf-Holte nur ganz knapp mit 27:28 (12:15) verloren. Wie schon im Hinspiel (25:25) hielt die Mannschaft von Trainer Ulrich Adami hervorragend mit.

„Das ist das Glück, das man hat, wenn man in der Tabelle oben steht“, sagte TVB-Keeper Stefan Kukuric nach der verbissen geführten Partie. Besonders die letzten sechs Minuten hatten es in sich, obwohl minutenlang kein einziger Treffer fiel. Zunächst parierte Fabian Tieding beim Stand von 26:27 einen Siebenmeter und hielt sein Team dadurch im Spiel.

Jubel verstummt

Kurz danach traf Jan-Ole Geisler mit einem Heber von Außen zum vermeintlichen Ausgleich. Doch der Jubel des lautstarken Anhangs verstummte jäh, als der Torschiedsrichter auf „Kreis ab“ entschied. Pech kam dann auch noch dazu – Bela Rußler traf nur den Pfosten.

Selbst der Gegentreffer zum 26:28 in der Schlussminute bändigte den Elsflether Kampfgeist nicht. Jan-Ole Geisler verkürzte postwendend mit einem Dreher zum 27:28. Nach einer Auszeit der Gäste blieben noch 24 Sekunden, um den Ball zu erobern. Aber der TVB spielte die Uhr routiniert herunter und bleibt deshalb ein heißes Eisen im Kampf um die Meisterschaft.

Großen Einfluss auf den Spielverlauf hatte auch das Schiedsrichtergespann. Beide Seiten haderten mit den teilweise merkwürdigen Entscheidungen. Dass Jan-Ole Geisler kurz vor dem Ende bei seinem Heber im Kreis abgestanden haben soll, kann sein Trainer überhaupt nicht glauben. „Er war so frei durch – da hätte er den Ball schon dreimal ins Tor geworfen, bevor er den Boden berührt“, so Adami. Auch Chris Santen erlebte eine nicht gerade alltägliche Situation. Beim Stand von 19:22 trat der Linkshänder zu einem Siebenmeter an, wartete auf den Anpfiff des Schiedsrichters und verwandelte anschließend sicher. Allerdings war der zweite Unparteiische noch nicht auf seinem Posten angelangt, weshalb der Strafwurf wiederholt werden musste. Chris Santen ließ sich aber nicht beirren und traf mit einem frechen Heber zum 20:22.

Durststrecke

Entscheidend war wohl die kurze Elsflether Durststrecke kurz vor und nach der Pause. Jeweils zwei Gegentore führten dazu, dass sich Bissendorf von 13:12 auf 17:12 absetzen konnte. Der ETB blieb zwar stets auf Schlagdistanz, ausgleichen konnte er aber nicht mehr. Die mannschaftliche Leistung war dennoch ordentlich. Besonders Chris Santen, Jan-Ole Geisler und Ruven Rußler sorgten mit ihren Treffern in der zweiten Halbzeit für Spannung bis zur Schlusssirene. Dennoch sah Ulrich Adami die Niederlage nicht in den Schiedsrichtern, sondern in der eigenen Spielweise begründet. „Wir haben zu oft versucht, den Kreisläufer anzuspielen, obwohl wir in guter Wurfposition waren. Da muss man einfach abziehen“, sagte der Trainer.

ETB: Tieding, K. Danielzik, Völkers - Santen (8/4), Geisler (6), R. Rußler (5), C. Danielzik (3), B. Rußler (3), Mohr (2), Finger, Bolte, Doormann, Oberegger, Janßen.

Stationen: 2:3 (9.), 7:6 (15.), 10:11 (23.), 12:15 (30.), 12:17 (32.), 16:19 (36.), 18:22 (41.), 21:26 (48.), 23:27 (52.), 26:27 (54.), 26:28 (60.), 27:28 (60.).

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