Edewecht - Der Wasserschaden in der Edewechter Heinz-zu-Jührden-Halle hatte bereits symbolischen Charakter. Die Edewechter Drittliga-Handballer mussten zunächst ihr Wohnzimmer räumen und wurden mit dem Rückzug aus der Dritten Liga ganz aus dem Haus getrieben. Jetzt bleibt abzuwarten, wie es weitergeht?

Als erster Absteiger aus der Dritten Liga hätten die Edewechter in der übernächsten Saison Anspruch auf einen Platz in der Oberliga. Ob für diese Saison der nun offene Platz in der Dritten Liga noch neu besetzt wird, muss ebenfalls abgewartet werden? Bereits vor Bekanntgabe des Edewechter Rückzugs hatte ART Düsseldorf eine Klage auf Austragung von Relegationsspielen eingereicht. Diese Runde, an der auch die Düsseldorfer teilnehmen wollten, sollte das Teilnehmerfeld komplettieren. Der Antrag wurde aber abgewiesen.

In Edewecht überwiegt bei den Handballfans natürlich Bitterkeit und Enttäuschung. Auch nach der Insolvenz schien es zunächst so, dass es dennoch weitergehen würde. Doch nun ist alles vorbei. „Alle waren dann auch der vielen Diskussionen müde“, erklärt Betreuer Enno Frerichs. „Viele haben eben keine Perspektive für eine gute Mannschaft in der nächsten Saison gesehen.“ Das Handball-Ende in Edewecht geht Frerichs persönlich sehr nah. Der 58-jährige gehörte schon 1972 zur damaligen Kreisliga-Mannschaft des VfL Edewecht. Bis Mitte der 1990er Jahre hütete er das Tor der Ammerländer, bevor er Betreuer des Teams und nach dem Ausscheiden von Manfred Trepper auch Mannschaftsverantwortlicher wurde. „Jetzt ist erst einmal Schluss und das tut weh“, erklärt er. In der nächsten Woche will das Management des VfL noch einmal zusammenkommen, um offene Fragen zu klären.