BLEXEN - Dank des Wesertunnels schnellen die Nennungen beim Pony-Club Nordenham auf neue Rekordhöhen. Steffen Höpken glänzt bei seinem ehemaligen Heimatclub im M-Springen.

von beatrix schulte

BLEXEN - Mit 1243 registrierte der Pony-Club Nordenham rund 100 Nennungen mehr als im Vorjahr für sein 29. Reit- und Springturnier auf dem Titan-Gelände in Blexen. Das lag unter anderem auch an der erstmaligen Einladung des Kreisverbandes Wesermünde, welche die Vorsitzende Claudia Cornelius selbst getätigt hatte. Durch den Wesertunnel fällt es den Reitern nun leichter sich für ein Turnier auf der anderen Weserseite zu entscheiden.

Die hohen Fährkosten und zusätzliche Fahrtzeiten hatten früher zu einem eher spärlichen Turnierbesuch geführt. Außerdem dürfen bei einem regionalen Turnier auch nur 20 Fremdreiter aus anderen Kreisen starten. Claudia Cornelius entschied sich zu dieser besonderen Einladung, da ein zeitgleiches Turnier in Westerstede ohnehin einige potentielle Turnierteilnehmer aus Nordenham abzog. Der Pony-Club Nordenham war in diesem Jahr auch wieder Ausrichter der Qualifikation für das Jugendchampionat im Oktober in Vechta und insgesamt 15 Reiter nahmen an der Qualifikation in vier Prüfungen teil.

Nach einem Gewitterschauer am Sonnabend herrschten auf dem Springplatz und auf den drei Dressurplätzen allerbeste Bedingungen für Pferd und Reiter. „Der Boden ist spitzenmäßig“, attestierte Claudia Cornelius und freute sich über die wesentlich angenehmeren Temperaturen ohne tropische Hitze.

Zwei Mannschaften in der A-Dressur und drei Mannschaften in der E-Dressur kämpften um den begehrten Siegerpokal. Um den Teamgeist zu stärken habe der Pony-Club nach über zehn Jahren wieder eine Mannschaftsdressurprüfung ins Programm aufgenommen, erklärte Cornelius.

Einen Zuwachs an Nennungen verzeichnete der Veranstalter auch bei der Führzügelklasse. Da im Pony-Club einige Neueinsteiger am Turnier teilnehmen wollten, wurde eine Abteilung nur für Anfänger des Pony-Clubs gebildet. Alle anderen drei Abteilungen wurden von Reitern anderer Vereine besetzt. Einen Sonderpreis erhielten der jüngste Reiter des Pony-Clubs und der jüngste Reiter der Prüfung 31, der offenen Führzügelklasse. Mit knapp vier Jahren saß Milla Deharde im Sattel des Ponys „Alf“ und wurde von ihrem Vater Uwe geführt. Am Rande des Platzes wartete Opa Otto Deharde mit einem weiteren Pony. Er gehört zu den Vereinsgründern und ist seit 30 Jahren der Kassenwart des Pony-Clubs; seine Enkelin verkörpert somit die dritte reitende Generation. Milla Deharde fiel zwar während der Prüfung einmal vom Pony, konnte aber weiterreiten. Sie erhielt einen Pokal und ein Putzset aus den Händen des stellvertretenden Bürgermeisters Ulf Riegel. Ebenso wurde die noch dreijährige Jessica Erbst vom RC

Stotel auf ihrem Pony „Cassiopeia“ als jüngste Reiterin der offenen Führzügelklasse mit einem Pokal und einem Putzset ausgezeichnet.

Der 15-jährige Steffen Höpken nahm als jüngster Teilnehmer am M-Springen mit einmaligem Stechen teil und wurde mit seinem Pferd „Palermo“ nach zwei Nullrunden am Ende Vierter. Im Juli wird er beim Landesturnier in Rastede starten, dann allerdings für die RG Dangast. Angefangen hatte Steffen Höpken mit dem Reiten als Sechsjähriger hingegen beim Veranstalter Pony-Club Nordenham. Umso stolzer war Steffen Höpken nun über sein gutes Abschneiden in Blexen.