BOCKHORN - Einer der größten Vereine in der Gemeinde Bockhorn feiert in diesem Jahr sein 100jähriges Bestehen. Der Klootschießer- und Boßelverein „Lat’n sus’n“ Bockhorn wird darum am Sonnabend, 5. September, zu einer Festveranstaltung ins Vereinslokal, dem „Hotel Hornbüssel“, einladen. Sie beginnt um 11 Uhr, abends folgt ab 20 Uhr ein Festball mit DJ Manni Ihmels.

Heute gehören dem Verein mehr als 200 Mitglieder an. Sie stellen zwei Frauen- und zwei Männermannschaften für den Punktspielbetrieb, dazu kommt die sehr erfolgreiche C-Jugend, die in diesem Jahr Kreismeister geworden ist, und eine weibliche E-Jugend.

Festball zum Jubiläum

Die Gemeinschaft wird von dem Vorsitzenden Gerhard Röver geführt, Stellvertreterin ist Claudia Janßen, dritter Vorsitzender Reiner Junker, Geschäftsführer Rainer Mennen.

Röver Vorsitzender

Die Geschichte des Bockhorner Boßelereins wurde auch von dem Zeitläuften mitbestimmt, in zwei Kriegen wurden große Lücken in die Werfer-Riegen gerissen. Aber die Bockhorner Boßeler wagten jedes Mal den Neufang, geprägt von den alten Statuten, die da festlegten: „Der Zweck des Vereins ist es, den Sport des Klootschießens und Boßelns in geselliger Vereinigung zu pflegen, die Gesinnung für diesen Sport stets nach Kräften zu vertreten und zu fördern, auch im friedlichen Wettkampf mit anderen Vereinen seine Kräfte zu messen.“

Immer wieder Neuanfang

1909 war Johannes Bredehorn zum ersten Vorsitzenden gewählt worden, ihm folgten Adolf Carstens, Gustav Katmann, Jakob Schmelzer, Wilhelm Dannemann, Heinrich Carstens, Bertus Güst (auch Ehrenvorsitzender), Hans Bredehorn, Harald Uehlken und Gustav Buhr. Die jüngsten zwei Jahrzehnte leitete Arthur Ihmels den Bockhorner Boßelverein, ehe er in diesem Jahr das Amt an Gerhard Röver weitergab.

Festschrift erstellt

In der Festschrift zum 75jährigen Bestehen des Vereins hatten der damalige Bürgermeister Gerhard Hanken und Gemeindedirektor Kurt Murmann Worte gefunden, die so auch zum 100-jährigen gelten können: „Mit Stolz können die Mitglieder auf die Leistungen ihres Boßelvereins zurückblicken, der wie nur wenige Vereine schon so lange im Dienste des Sports und der Heimatpflege tätig ist.“