BöSEL - Eigentlich sind sie ein ungleiches Gespann – der neue Jugendobmann des SV Bösel, Jörg Stuckenberg, und seine „inoffizielle rechte Hand“, Dennis Bley.
Stuckenberg ist 42 Jahre alt, selbst schon lange kein aktiver Fußballer mehr, er ist Fan von Borussia Mönchengladbach und von Werder Bremen und genießt auch zu Hause in Bösel die Spiele am liebsten als Zuschauer. Dennis Bley ist erst 20 Jahre alt, studiert Betriebswirtschaftslehre in Emden, trainiert trotzdem zweimal die Woche für die I. Herren-Mannschaft des SV Bösel. Er ist ein Dortmund-Fan und steht in den Semesterferien gar täglich auf dem Platz – auch als Trainer der D-Jugend. So ungleich dieses Duo auch ist, umso mehr verbindet beide die Leidenschaft für den heimischen Fußball, für den SV Bösel als Verein und für die Jugendarbeit.
Und die Jugendarbeit beim SV Bösel kann sich sehen lassen: 20 Mannschaften werden in dem Bereich betreut. Dazu kommen noch eine G-Jugend und eine Bambini-Mädchenmannschaft, die am Spielbetrieb nicht teilnehmen. „Zahlenmäßig sind wir stabil auf hohem Niveau“, erzählt Stuckenberg, der seit Januar neuer Jugendobmann ist. Er ist in die Fußstapfen von Dennis Vater, Alfons Bley, getreten.
Ein so großer Jugendbereich macht natürlich auch eine Menge Arbeit. Deshalb gibt es ein Gremium, das den Obmann unterstützt. „Stefan Menke und Karl-Heinz Schlamann kümmern sich um die A- bis D-Jugend, Martin Thoben und Magnus Oltmann um die E- und G-Jugend und Michael Ulmer und Annika Bley um die Mädchen.“ Er selbst sei quasi der Oberhäuptling. Stuckenberg ist für die Platzverwaltung zuständig, organisiert Spielpläne und regelt täglich allerlei Organisatorisches nach Feierabend. „Wenigstens meine Mails muss ich jeden Tag durchgehen“, so der Tischler.
Auch mit Trainern sei der Jugendbereich beim SV gut bestückt. „Wir haben mindestens zwei Trainer pro Mannschaft, teils sogar drei“, sagt Dennis Bley. Er ist dabei, „weils Spaß macht“ und nimmt gern die Fahrerei von Emden nach Bösel in Kauf. Er selbst hat einen C-Schein und ist damit der jüngste Trainer im Verein. „Wir haben gerade erst wieder drei neue Teilnehmer für den Trainer-Lehrgang angemeldet“, so Stuckenberg, der von sich selbst sagt: „Ich bin ein treuer SV Böseler.“
