BöSEL - Mathis (7) spielt Fußball, Martin (36) hat Fußball gespielt, Neele (5) hat gerade damit angefangen, und Kerstin (37) betreut die Fußball-Mädchen. Alle vier wohnen unter einem Dach an der Pfarrer-Sommer-Straße, denn die vier sind eine Familie. Die Familie Thoben. Alle sind sie beim SV Bösel aktiv. So viel Eintracht und geteiltes Interesse macht auch nicht beim Fan-sein halt. „Wir sind alle grün-weiß“, sagt Martin Thoben.

Grüne Ohrringe

Doch in der Nachbarschaft haben sich die Fußball-Fans nicht alle auf den SV Werder Bremen eingeschossen. Da gibt es den Schalke-Fan Norrenbrock, aber auch Dortmund- oder Bayern-Fans. Zurück bei Thobens: Als die jetzt fünfjährige Neele ihre ersten Ohrringe bekam, mussten diese unbedingt grün sein.

Seit 2000 wohnen die Thobens nun schon an der Pfarrer-Sommer-Straße. Wie die meisten Nachbarn haben sie selbst gebaut. Martin Thoben: „Wir haben viel selbst gemacht.“ Die vierköpfige Familie hat es sich bequem eingerichtet. „Uns gefällt es in dieser Siedlung sehr“, sagt Kerstin Thoben. Besonders schön für sie: Eine gute Freundin hat gleich in der Nachbarschaft gebaut. So ist der Kontakt zu einer Schulfreundin bis heute nicht abgerissen.

Kurze Wege

Es war nicht von Anfang an klar, dass Kerstin und Martin Thoben tatsächlich nach Bösel ziehen. Martin kommt aus Scharrel, Kerstin ist Böselerin. „Wir haben uns überlegt, in welchem Ort wir zusammen ziehen. Ich arbeite in Garrel, da ist Bösel attraktiver gewesen“, sagt Martin. Er macht einen zufriedenen Eindruck. Er ist Bilanz-Buchhalter. „Der Beruf, den manche für langweilig halten“, sagt der 37-Jährige und muss schmunzeln. Ihm macht es Spaß. Ehefrau Kerstin ist gelernte Einzelhandelskauffrau und arbeitet Teilzeit in Bösel. „Mama hat es gar nicht weit bis zur Arbeit“, sagt Mathis. Und auch Martin freut sich, dass die Wege kurz sind. Hat er beim Einkauf mal was vergessen, kann er eben schnell die Besorgung nachholen. Doch auch die Kinder kommen von zu Hause mittlerweile fast gefahrlos zu Schule oder Kindergarten. Nicht zuletzt, weil sich auch Kerstin Thoben für den Bau der Bedarfsampel an der Overlaher Straße eingesetzt hat.

Einsatz für die Kinder

Über die neue Ampel kommen nun alle sicher zum Sportplatz. Martin trainiert seinen Sohn seit drei Jahren im Fußball – beide sind nun in der F-Jugend. Kerstin ist seit Kurzem Betreuerin ihrer Fußball spielenden Tochter.