BöSEL/THüLE - Rainer Oltmann steht mitten auf dem Spielfeld. Neben ihm sein Schäferhund-Rüde Immo von den Wannaer Höhen. Vor ihnen eine Ein-Meter-Hürde und eine Kletterwand. Böseler Sportlern und Hundeliebhabern mag es schon aufgefallen sein: Im Bürgermeister-Elsen-Stadion wird derzeit nicht nur der Ball getreten. Hunde laufen über den Platz, springen über Hindernisse und apportieren hölzerne „Knochen“.
Der hölzerne Knochen heißt Bringholz und ist Bestandteil einer Unterordnungs-Übung. Immo und Rainer Oltmann üben hier am Dienstagabend für den Ernstfall. Denn die Ortsgruppe Thüle im Verein für Deutsche Schäferhunde ist in diesem Jahr Gastgeber der Landesgruppenausscheidungsprüfungen für Deutsche Schäferhunde. Die Prüfung findet am Sonnabend/Sonntag, 22./23. August, im Böseler Stadion statt. Rund 35 Hundeführer haben sich angemeldet. Einer von ihnen ist der Ausbildungswart der Thüler Ortsgruppe, Rainer Oltmann. Viele von den Startern sind schon jetzt im Stadion und trainieren. Rainer Oltmann: „Die Hunde gewöhnen sich an die neue Umgebung und trainieren unter Wettkampfbedingungen.“
Zur Ausscheidungsprüfung der Landesgruppe 04 Waterkant erwartet der Vorsitzende des Thüler Schäferhundeverein, Andreas Oltmann, rund 500 Gäste. Aus der Landesgruppe können sich fünf der 35 Starter für die Bundessiegerprüfung in Donaueschingen (Baden-Württemberg) vom 2. bis 4. Oktober qualifizieren.
Die Ortsgruppe Thüle ist das erste Mal Ausrichter einer solchen Veranstaltung. „Weil wir in Thüle nicht so einen tollen Platz haben, machen wir das in Bösel“, sagt Rainer Oltmann. Seine Ortsgruppe bereitet den Wettkampf seit Wochen vor und wird unterstützt von der Gemeinde Bösel, einigen Landwirten, dem SV Bösel und auch vom Bürgerschützenverein.
