BöSEL/VECHTA - Die Offensive des Bischöflichen Münsterschen Offizialats Vechta stößt bei dem Unterstützerkreis des entpflichteten Pfarrers Norbert Bleker auf offene Ohren. „Wir begrüßen das Vorgehen des Offizialats“, sagt Peter Schwalm von der Interessengemeinschaft. In einer Presseerklärung heißt es: „Dieser Schritt (einen Informationsabend zu veranstalten, Anm. d. Red.) ist richtig und wichtig, Klärungsbedarf anlässlich der Vorgänge in den vergangenen Wochen besteht bestimmt.“

Bei einem Treffen der formierten Interessengemeinschaft kirchlicher Institutionen am Dienstagabend haben sich die versammelten Vereinsvertreter übereinstimmend dafür ausgesprochen, das Gesprächsangebot am Sonntagabend, 18.30 Uhr, in der Aula der Haupt- und Realschule anzunehmen. „Wir würden uns freuen, wenn ein großer Teil der Bevölkerung an diesem Termin teilnimmt“, sagt Peter Schwalm.

Aus dem Kreis der Interessengemeinschaft ist nun auch bekannt geworden, dass Vorstöße der engagierten Böseler, sich in dieser Sache beim Offizialat mit dem Leiter der Abteilung Seelsorge/Seelsorge-Personal, Prälat Bernd Winter, zu treffen, bisher nicht erfolgreich gewesen sind. Nach mehrfachen erfolglosen telefonischen Nachfragen, ob nicht irgendeine Form des Kontaktes möglich gemacht werden könne, die Überraschung: „Dass das Offizialat nach Bösel kommt, um uns alle zu informieren, haben wir erst aus der Zeitung erfahren“, sagt einer der Bleker-Unterstützer. Er sei sich nicht sicher, was nun am Sonntag zu erwarten sei, hoffe aber auf Erklärungen. Doch auch er sagt: „Wir freuen uns!“

Unterdessen geht die Sammlung der Unterschriften im Gemeindegebiet weiter. Derzeit gehen Mitglieder der Kirchengemeinde von Haus zu Haus, suchen das Gespräch und bitten um Unterstützung der Initiative, die sich für die Rückkehr des Pfarrers einsetzt. „Wir haben eine total positive Resonanz. Sogar Nicht-Katholiken unterstützen das Projekt“, sagt Peter Schwalm. „Die große Resonanz ist ein deutliches Zeichen dafür, dass viele Menschen aus Bösel und Petersdorf Anteil an der Genesung von Norbert Bleker nehmen und sich eine anschließende Rückkehr nach Bösel wünschen.“