BöSEL - Ein wenig stolz ist Michael Ulmer schon, wenn er auf die vergangenen Jahre zurück blickt. Dabei hat er nicht nur seine eigene Fußballkarriere im Blick, sondern vielmehr die Entwicklung im Mädchenfußball. Bei SV Bösel habe alles mit drei oder vier aktiven Fuballerinnen angefangen. Innerhalb eines Jahrzehnt hat sich die Zahl der Mädchen auf knapp 90 erhöht, sagt der Jugendobmann für Mädchen. „Früher wurden Mädchen richtig ausgegrenzt“, sagt er. Denn kaum waren sie erwachsen, durften sie nicht mehr bei den Männern mitspielen. Von eigenen weiblichen Mannschaften war der SV Bösel weit entfernt. Doch das ist nun anders. Für Ulmer ist da auch die Entwicklung von Tanja Preuth beispielhaft. „Als sie die Mädchen vor zweieinhalb Jahren von mir als Coach übernahm, hatte sie keine Trainer-Erfahrung. Gerade ist ihre E-Juniorinnen-Mannschaft Vize-Kreismeister geworden. Die 24-Jährige hat sich gerne um die jungen Mädchen gekümmert. So langsam stellen sich die Erfolge ein, so Preuth. Aber Preuth kehrt dem SV Bösel nun den Rücken. Die 24-Jährige arbeitet beim VfB Oldenburg und ist gerade nach Garrel gezogen. Dort spielt sie auch bei den Frauen. Ab nächster Saison wird sie in der Nachbargemeinde ein Nachwuchsteam trainieren.

Dass der Tag des Mädchenfussballs am 8. August im Kreis Cloppenburg in Bösel ausgetragen wird, empfindet Ulmer als Ehre: „Wir sind kreisweit der Verein im Bereich Mädchenfußball.“