BöSEL - Die in der Verbandsliga spielenden Volleyballer der DJK Bösel haben ihre Minimalchance auf den Klassenerhalt gewahrt. Am Wochenende gewann das ersatzgeschwächte Team des verletzten Spielertrainers Christoph Rolfes überraschend beim TV Bremen Walle mit 3:1 (25:22, 20:25, 26:24, 25:19).
Indes begannen die Böseler, die jetzt 8:18 Punkte auf dem Konto haben, alles andere als souverän. Schnell lagen sie 6:13 hinten. Erst beim Stand von 14:20 besannen sie sich und konzentrierten sich auf ihre eigenen Stärken.
Die Annahme um Libero Christian Flerlage wurde sicherer, die Blockarbeit Josef Kurmanns, Markus Berssens und Andre Meyers dominanter. Die Folge: Bösel glich aus (20:20), präsentierte sich überdies nervenstark und gewann Satz eins 25:22.
Im zweiten Satz gingen die Gäste schnell in Führung. Allerdings warteten sie ausschließlich auf Bremer Fehler, statt die Initiative zu ergreifen. Das rächte sich. Bremen glich aus (19:19), startete eine Serie und holte sich Satz zwei mit 25:20.
Der dritte Durchgang war zunächst ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. „Allerdings hatten alle Akteure das Gefühl, dass das Momentum auf Bremer Seite war“, sagte Bösels Zuspieler Thomas Butz. Und tatsächlich: Bremen zog auf 16:11 davon. Butz wechselte sich aus taktischen Gründen aus und brachte den zweiten Zuspieler Peter Gottwald. Bösel kämpfte sich heran und glich aus (24:24). Butz kam wieder für Gottwald aufs Feld. Das irritierte Bremen, so dass die Böseler den Satz 26:24 gewannen.
Im vierten Satz lagen sie dann schon 1:4 hinten. Doch die DJK behielt die Ruhe. Die Außenangreifer Berssen, Meyer und Christian Hempen setzten die Bremer mit guten Block- und Angriffsaktionen unter Druck. Zudem war Mittelangreifer Josef Kurmann nicht zu stoppen. In Absprache mit Zuspieler Butz schloss er nach kurzen Pässen erfolgreich ab. Auch die „Meterbälle“ versenkte er sicher im Bremer Feld. Die Folge: Die DJK gewann den Satz 25:19 – und damit auch das Spiel. „Eine starke Mannschaftsleistung hat den Ausfall von Christoph Rolfes und Dennis Oltmann wettgemacht“, sagte Butz. „Somit besteht noch Hoffnung auf den Klassenerhalt – zumindest ein bisschen.“
