Bösel - „Hajime“ heißt auf Japanisch „Anfang“ und ertönt zu Beginn von Kampfsportwettkämpfen. Am Samstag, 17. Februar, wird das Wort durch die Böseler Turnhalle an der Jahnstraße gerufen werden, wenn Karateka dort zur Niedersächsischen Landesmeisterschaft antreten. „Wir erwarten 150 Starter zwischen 16 und 45 Jahren“, sagt Karatetrainer Niko Potthoff, der sich schon darauf freut, das wichtige Turnier in Bösel stattfinden zu sehen.
Für die Zuschauer bietet das Turnier einiges fürs Auge. Los geht es morgens um 10 Uhr mit der Disziplin „Kata“. Dabei führen laut Potthoff Kämpfer einzeln eine Serie verschiedener Selbstverteidigungstechniken vor. „Das ist wie Schattenboxen – man kämpft gegen imaginäre Gegner“, sagt der Böseler Schwarzgurt. Auf drei jeweils zehn Quadratmeter großen Wettkampfflächen sind gleichzeitig Teilnehmer zu sehen. „Vielleicht kommen auch Mitglieder des Landeskaders“, hofft Niko Potthoff.
Anschließend beginnt die zweite Disziplin „Kumite“. Dabei treten immer zwei Kontrahenten in jeweils dreiminütigen Kämpfen gegeneinander an. „Es gibt dabei Berührungen, aber es wird nichts durchgezogen“, betont der 41-Jährige, der seit über 20 Jahren im Karatesport aktiv ist. Alle Schläge und Tritte dürften das Gegenüber zwar berühren, aber voller Körperkontakt sei verboten. Ein „K.O.“ wie im Boxen gebe es also nicht, nur die Punkte würden gezählt. Trotzdem seien Verletzungen nicht auszuschließen, von daher seien auch ein Arzt und Sanitäter vor Ort.
Große Teile der Organisation übernimmt die DJK TuS Bösel und wird dabei vom Karateverband unterstützt. „Wir übernehmen den Aufbau oder das Catering – es gibt Kaffee, Kuchen und auch Obst und Gemüse“, zählt Potthoff auf. Unterstützung kommt vom Karateverband, der die speziellen Wettkampfmatten liefert sowie Pokale und Kampfrichter bereitstellt. „Wir stellen die Arbeitskraft“, betont Potthoff.
Auf der Suche nach Standorten für die Meisterschaft sei der Verband jedes Jahr wieder auf der Suche. „Ich habe gefragt, ob wir das machen können und wir haben den Zuschlag bekommen“, freut sich der Kampfsport- und Selbstverteidigungstrainer. „Das ist was Großes und einmalig für Bösel.“ 40 DJK-Mitglieder packen mit an, damit der Wettkampf ein Erfolg wird. „Das funktioniert auch nur so. Die DJK Bösel ist ein großer Verein, aus meiner Karate-Truppe kommen nur zehn Leute.“
