BOKEL - Wer an diesem Sonnabend, 17. September, die Gaststätte Martens in Bokel betritt, der begegnet auf Schritt und Tritt einem Diers. Auch wenn beim 13. Familientreffen nicht alle der mehr als 130 Teilnehmer auch Diers heißen. Wie Dirk Rode aus Howiek, der das Treffen organisiert. Die Familientreffen finden bereits seit 1935 statt – alle fünf Jahre.
Ursprung in Heidkamperfeld
Der Ursprung der Familie lässt sich in der Gemeinde Wiefelstede bis ins Jahr 1400 zurückverfolgen. Er geht nach Angaben Rodes zurück auf Ebbeke Recker aus Heidkamperfeld, von dem auch Frerk-Friedrich Diers abstammt, der am 3. Januar 1709 getauft wurde, weiß Rode. Aus diesem Familienzweig hat sich über den „Köter“ Friedrich Diers aus Heidkamp eben jene Diers-Linie entwickelt, die sich seit 1935 regelmäßig trifft.
Der Stammbaum, der heute von Manfred Diers gepflegt wird, beginnt derzeit noch bei Jürgen Diers (1782 bis 1862), der bereits jenen Hof in Heidkamperfeld bewirtschaftete, auf dem auch heute noch ein Jürgen Diers lebt. Auf diesem „Stammhof“ fand das Familientreffen im Jahr 1981 statt. Manfred Diers ist aber dabei, den Stammbaum noch weiter zurückzuverfolgen. Er selbst entstammt allerdings einer anderen Familien-Linie, die auf dem Bruder jenes Jürgen Diers aus der Vergangenheit fußt: Friedrich Diers Junior. „Diese Linie kam vor zehn Jahren dazu“, erinnert sich Rode. Zur Jürgen-Diers-Linie zählen auch der Maler August Diers (1885 bis 1915) und der Heimatdichter Heinrich Diers (1894 bis 1980). Es war denn auch dieser Heinrich Diers, der den ersten Familientag im Jahr 1935 initiierte, erklärt Rode. Heinrich Diers organisierte die Treffen in den Jahren 1955, 1960, 1965, 1970 und 1976. Nach seinem Tod im Jahr 1980 übernahm Jochen Imlau (1924 bis 2010) die Organisation von 1981 bis 1996. Ihm folgte eben Dirk Rode.
Das allererste Treffen fand im Jahr 1935 in Metjendorf statt. In all den Jahren gab es zweimal Treffen auf Höfen von Familienmitgliedern: 1981 eben in Heidkamperfeld bei Jürgen Diers und zuletzt 2006 bei Helmut Diers am Waterender Weg in Oldenburg.
Familienmitglieder aus den USA werden in diesem Jahr nicht zum Treffen nach Bokel kommen, sagt Rode, der bei anderen Treffen auch von Verwandten aus Süddeutschland und der Schweiz zu berichten weiß. Aber noch heute kommen die meisten Mitglieder der Familie aus dem Ammerland und der Umgebung. Diejenigen, die am Sonnabend in Bokel zusammenkommen werden, dürften – für einen Tag – den Namen Diers wohl zum häufigsten Namen im Ort machen.
