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NWZonline.de Sport

Bezahlsender im Visier von Kartellamt

17.10.2018

Bonn Die Königsklassen-Kooperation zwischen Sky Deutschland und DAZN ist ins Visier des Kartellamts geraten. Die Bonner Aufsichtsbehörde untersucht in einem „Verwaltungsverfahren“, ob die Zusammenarbeit zwischen dem Pay-TV-Sender und der Perform Group mit ihrem Streamingdienst bei der Übertragung der Champions League „kartellrechtskonform“ ist. Das gab das Kartellamt am Dienstag bekannt. Auch den damit verbundenen Blackout im Free-TV sieht das Amt kritisch.

Sky hat 2017 die Ausstrahlungsrechte an sämtlichen Spielen von 2018 bis 2021 von der Europäischen Fußball-Union Uefa erworben. Im Anschluss haben Sky und DAZN die Rechte unter sich aufgeteilt. Seit der laufenden Saison wird die Champions League daher nur noch bei Sky und DAZN ausgestrahlt –  zuvor hatte das ZDF eine Partie mit deutscher Beteiligung pro Spieltag im frei empfangbaren Fernsehen übertragen. Die neue Praxis wird von Kartellamts-Präsident Andreas Mundt infrage gestellt.

„Mit der laufenden Saison der Champions League hat sich für die Fernsehzuschauer in Deutschland einiges geändert. Sky und DAZN sind zwei der wichtigsten Anbieter von Premiumsport im Pay-TV“, sagte Mundt: „Wir untersuchen, wann und in welcher Form die Kooperation der beiden Unternehmen beschlossen wurde und ob die Zusammenarbeit den Wettbewerb im Interesse der Verbraucher gefördert oder beschränkt hat.“

Sky ist der führende Anbieter von Pay-TV in Deutschland und unterliegt deshalb laut Kartellamt „unter Umständen besonderen kartellrechtlichen Beschränkungen“ bei der Kooperation mit Wettbewerbern. „Die Vereinbarung zwischen Sky Deutschland und Perform könnte zu einer weiteren Absicherung der Marktposition von Sky beitragen“, so die Behörde.

Sky und DAZN teilten unabhängig voneinander mit, dass sie mit dem Kartellamt kooperierten. Weitere Angaben wollten sie nicht machen. Entscheidend an dem Verfahren ist die Frage, wann genau die Kooperation zwischen den Unternehmen beschlossen wurde. Wäre diese schon vor der Ausschreibung besiegelt worden, wäre das möglicherweise kartellrechtswidrig.

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