Bookholzberg - In einem hart umkämpften Landesliga-Derby setzten sich die Handballer HSG Grüppenbühren/Bookholzberg knapp mit 33:31 (19:15) gegen den ersatzgeschwächten TV Neerstedt II durch.

Dabei hatte das Team von TVN-Coach Lutz Matthiesen gleich zu Beginn der Partie einen weiteren herben Rückschlag zu verkraften, denn Goalgetter Torben Schachtschneider verletzte sich bei einem Foul von Janorschke, der dafür nur die gelbe Karte der ansonsten sehr gut leitenden Unparteiischen Klaus Heidrich/Heinz-Georg Okken (Tura Marienhafe) erhielt, so schwer, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste. Doch steckten die Neerstedter diesen Ausfall gut weg und gingen mit 6:3 in Führung. Danach ging ein Ruck durch das Team von HSG-Trainer Sven Engelmann, und der überragende Werner Dörgeloh erzielte Mitte der ersten Hälfte die 9:7-Führung. In ihrer besten Phase zogen die Bookholzberger sogar auf 17:10 (24.) davon. Doch bis zur Pause kämpfte sich die Oberliga-Reserve aus Neerstedt auf vier Tore heran.

Zu Beginn der zweiten Hälfte fand die Matthiesen-Truppe über den kämpferischen Einsatz auch die spielerische Linie wieder. Als Niklas Lüdeke per Strafwurf zum 21:21 (41.) ausgleichen konnte, war die Partie wieder völlig offen. Zu diesem Zeitpunkt schied allerdings auch noch der bis dahin starke Neerstedter Kreisläufer Philipp Hollmann mit einer Ellenbogenverletzung aus. Im weiteren Verlauf der Begegnung kämpften beide Teams auf Augenhöhe. Obwohl sich die Hausherren mehrmals mit drei Toren dank des sicheren Siebenmeterschützen Dörgeloh absetzen konnte, blieben die Gäste nichts schuldig und kämpften sich immer wieder heran. Als Andre Schröder-Brockhus per Strafwurf den 29:29-Ausgleich (54.) erzielte, schien alles auf eine Punkteteilung hinauszulaufen. Doch Kevin Pintscher brachte die HSG zwei Minuten später erneut mit 30:29 in Führung. Diese gaben die Bookholzberger auch nicht mehr ab, obwohl Neerstedt noch mehrfach die Chance hatte, das Spiel zu drehen.

„Die mannschaftliche Geschlossenheit gab den Ausschlag, obwohl wir viele Chancen liegen gelassen haben. Auch die Deckung stand nicht so sicher wie sonst. Neerstedts war mit seinem kämpferischen Einsatz immer ein gefährlicher Gegner, der bis zum Abpfiff nicht aufgab“, analysierte Engelmann. „Heute war wieder einmal mehr drin. Selbst die Verletzungen hat die Mannschaft super weggesteckt. Doch wenn man unten drin steht, fehlt häufig das nötige Quäntchen Glück“, sagte Matthiesen.