Bookholzberg - Sieben Begegnungen sind gespielt, und noch immer stehen die Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg ohne einen ersten Erfolg in der A-Junioren-Bundesliga da. In eigener Halle gibt es an diesem Samstag ab 17 Uhr wieder die Möglichkeit, doch endlich als Sieger vom Feld zu gehen. Mit der SG Flensburg-Handewitt reist aber wieder ein namhafter Gegner mit der Favoritenrolle im Gepäck in die Gemeinde Ganderkesee.

„Sie sind unglaublich schnell.“ Mit diesem kurzen Satz beschreibt HSG-Trainer Stefan Buß den kommenden Gegner und zeigt sich gerade vom Umschaltspiel der Schleswig-Holsteiner beeindruckt. Mehrere Partien des nächsten Gegners standen bei ihm in der Videoanalyse auf dem Programm. Sein Fazit: Bei Ballgewinn geht es bei den Gästen ohne viele Stationen nach vorne – direkt drauf auf das gegnerische Tor. Die Defensive der Bookholzberger ist also gefordert.

„Wir müssen in der Rückzugsphase schnell sein“, lautet die Devise von Buß. Dazu gilt es für das Tabellenschlusslicht, mutig nach vorne zu spielen und die Fehler in der Vorwärtsbewegung auf ein möglichst geringes Level zu reduzieren. Ansonsten würden das die pfeilschnellen Außenspieler der SG eiskalt ausnutzen, weiß Buß.

Als Rückhalt im Tor bieten die Gäste mit Johannes Jepsen dazu den Schlussmann der deutschen U-18-Nationalmannschaft auf – wirklich leichter macht das die Aufgabe nicht. „Wir wollen das Spiel einfach genießen und den Gegner möglichst lange ärgern“, gibt sich Buß kämpferisch.

Flensburg sei mit dem bisherigen Saisonverlauf und einer ausgeglichenen Bilanz von 6:6 Punkten sicher nicht zufrieden. „Sie dürfen sich keine weitere Pleite erlauben“, sagt der Bookholzberger Mann an der Seitenlinie. Dazu traten die Flensburger erst am Freitagabend in eigener Halle zur Begegnung gegen die Füchse Berlin an. Vielleicht ist das ja die Chance des Underdogs, der nach der bitteren Niederlage in Rostock ohne Außenspieler Bennet Krix und den am Ellenbogen lädierten Keeper Torben Knop auskommen muss. „Ansonsten sind alle Mann an Bord“, verrät Buß, der erneut auf eine tolle Stimmung in der Halle am Ammerweg hofft. Mit dem Publikum im Rücken sei vielleicht eine Überraschung möglich – auch gegen ein so schnelles Team wie die SG Flensburg-Handewitt.