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Bundesliga Ein ganzes Dorf im Handball-Fieber

Bookholzberg - Eine wochenlange intensive Vorbereitung liegt hinter den Handballtalenten der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg – an diesem Wochenende geht es nun endlich los: Die männliche A-Jugend der HSG bestreitet ihr erstes Punktspiel in der Handball-Bundesliga Nord. Mit der Auswärtspartie beim TSV Sieverstedt (Samstag, 16 Uhr) startet die Mannschaft der Trainer Stefan Buß und Andreas Müller ins große Abenteuer in der höchsten deutschen Spielklasse. Es ist zugleich eine besondere Premiere, denn erstmals überhaupt geht eine Nachwuchsmannschaft aus dem Landkreis Oldenburg in der Handball-Bundesliga an den Start.

„Die Jungs sind heiß wie Frittenfett“, gibt Buß die Stimmung kurz vor dem ersten Punktspiel wieder. „Wir haben super trainiert, jetzt kann es endlich losgehen“, fügt der HSG-Coach hinzu. Vier Trainingseinheiten pro Woche standen während der Vorbereitung in der Regel auf dem Programm. Dazu kamen Testspiele und Turniere sowie Besuche im Fitnessstudio.

Kowalzik gut integriert

Einziger Neuling im HSG-Team ist Niklas Kowalzik, der mit einem Doppelspielrecht ausgestattet ist und auch für die A-Jugend der HSG Delmenhorst aufläuft. „Er hat sich sehr gut integriert, ist ein feiner Kerl und traut sich immer mehr zu“, freut sich sein Trainer über den neuen Konkurrenzkampf im Rückraum.

Den letzten Feinschliff für das Team gab es am Donnerstag in einer Freundschaftspartie gegen die Bundesliga-Frauen des VfL Oldenburg. „Da haben wir gesehen, dass unsere Jungs sich in den vergangenen Wochen und Monaten ständig verbessert haben“, resümiert Buß. Er ließ zu Beginn seine Mannschaft in der Formation auflaufen, die er auch in Sieverstedt aufs Feld schicken will. Mit Tempohandball spielte die HSG schnell eine deutliche Führung heraus – am Ende stand ein verdienter 40:32-Erfolg für die Jungs aus dem Landkreis.

„Das war eine gute Leistung“, freut sich Buß, der mit seinem Trainerpartner gerade auf das Spieltempo einen großen Wert legt. „Körperlich werden uns die meisten Gegner überlegen sein. Das müssen wir durch unsere Schnelligkeit ausgleichen, um leichte Tore erzielen zu können“, erklärt der HSG-Coach.

So schätzt Buß auch die Voraussetzungen vor dem Ligaauftakt in Schleswig-Holstein realistisch ein. „Dort erwartet uns eine robuste und starke Truppe, die in eigener Halle auch viel über Emotionen kommt“, weiß Buß. Einschüchtern lassen wollen sich die Bookholzberger aber im Vorfeld keinesfalls. „Wir dürfen es nicht zu aufgeregt angehen“, sagt Torhüter Torben Knop und betont: „Letztendlich fahren wir alle dorthin, um unser Bestes zu geben.“

„Mit Spaß angehen“

Die Zielvorgabe des Keepers für das erste Spiel dürfte im Prinzip auch für die gesamte Saison gelten – denn im Haifischbecken der großen und etablierten Clubs ist die vergleichsweise „kleine“ HSG als Dorfverein fast schon ein Exot. „Wir müssen es mit Spaß angehen“, sagt Buß. „Für die Jungs ist es ein Erlebnis, in vollen Hallen zu spielen, aber auch gleichermaßen ein Lernprozess.“ Ziel sei es, so viele Punkte wie möglich zu holen. Buß: „Wir schauen mal, was dabei herauskommt.“

Indes ist sich der Coach sicher, dass das Handball-Fieber in und um Bookholzberg gestiegen ist. „Alle sind neugierig auf die Liga“, sagt er. Das zeige sich auch anhand der 80 verkauften Dauerkarten für die Heimspiele der Mannschaft. „Diese Saison wird für alle ein Highlight“, sagt Buß.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)
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